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SV 08 Baalberge auf FuPa

Samstag 20.04.2019

Nachdem unsere C- Junioren vor 2 Wochen noch im Spitzenspiel gegen die arg verstärkte SG Neugattersleben/ Staßfurt II unterlag, gewannen sie diesmal das zweite Spitzenspiel beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/ Zens mit 2:0. Nach starker erster Hälfte der Baalberger, die spielerisch dominierten und durch Logan Cambarreri mit 1:0 in Führung gingen, drehte der physisch überlegene Gastgeber in Halbzeit 2 auf. Doch mit Glück und Geschick und dem 0:2 durch Goalgetter Robert Knull nach Ecke Luka Kühlewind brachte Baalberge das Ergebnis über die Runden. Somit behält das Team der Trainer Alexander Glaser und Michael Kühlewind auswärts die weiße Weste, hat auswärts bisher alle Spiele in dieser Saison gewonnen.

 

In der Nachhole- Partie des 16. Spieltages der Landesklasse Staffel 4 wurde der FSV Rot-Weiß Alsleben seiner hohen Favoritenrolle gerecht und siegte beim SV 08 Baalberge mit 4:0.

Seit Jahren lässt Alsleben mit großen Transfers aufhorchen. So schon in der Salzlandliga, als 8 Spieler (davon 6 aus Landesliga und Landesklasse) verpflichtet wurden, was den Rot-Weißen ihren ersten Kreismeistertitel des KFV Salzland einbrachte. Mit 23 Siegen in Serie. Oder vor 2 Jahren Alexander Naumann, der beim VFL Halle 96 und Askania Bernburg Oberliga- und Verbandsligaerfahrung sammeln konnte. Oder eben vor/ in dieser Saison, als 7 Spieler dazukamen, darunter der Kapitän vom Landesligaabsteiger und Ligakonkurrenten TV Askania Bernburg II Max Labbert und der von Landesligavereinen umworbene "Doppeltorschützenkönig" Hendrik Kluge. In der vergangenen Saison "scheiterte" Alsleben noch auf Platz 2, das aber nur, weil Emseloh 3 Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekam. Diesmal hingegen ist der Landesligaaufstieg den Alslebern mit nun 10 Punkten Vorsprung bei noch 6 ausstehenden Spielen praktisch nicht mehr zu nehmen.

Während die Rot-Weißen bis auf den gesperrten Vladislav Schön ihre beste Elf aufbieten konnten, musste SV 08 – Trainer Daniel Henze wieder einmal mit vielen Ausfällen klarkommen und damit verbundenen Umstellungen improvisieren. In der Viererkette drei angeschlagene Spieler, auf den Positionen in Mittelfeld und Sturm situationsbedingt gleich vier Änderungen. Das zieht sich durch die gesamte Saison. So ist es schwer, eine Hierarchie und eine eingespielte Elf zu finden.

Baalberge versuchte zunächst die Räume eng und Alsleben so aus der Gefahrenzone fern zu halten. Das gelang unter hohem kämpferischem und läuferischem Aufwand zwar einigermaßen, aber nach vorne fehlten die Ideen und jegliche Durchschlagskraft. Abgesehen von Sascha Dienel, der immer wieder Laufwege anbot, dann aber meist auf sich alleine gestellt war. Letztlich musste der SV 08 vor den vielen herausragenden Individualisten in der Alsleber Offensive stets auf der Hut sein, so dass das Augenmerk mehr auf der Defensive lag. Dass Baalberge auf diese Weise fast eine halbe Stunde lang kaum Chancen zuließ, spricht für die Henze- Schützlinge. Nur ist es eben so, wie schon der Zerbster Trainer Jens Borchers vor 2 Wochen anerkennen musste und wie es auch der Zörbiger Bericht in digitalen Medien erahnen ließ - Alsleben strotzt einfach vor Selbstvertrauen, spielt die in dieser Liga permanent überlegene Qualität aus, nutzt die Fehler des Gegners gnadenlos und die Klasse vorn macht dann schnell den Unterschied. Baalberge versprang einmal unglücklich im Zentrum der Ball, blitzschnell schaltete Uwe Reitmann, schickte Kluge über links auf die Reise, der unter Tempo geschickt mitnahm, mit zwei Haken die rechte SV 08 – Abwehrseite verlud und sofort den 30m- Flankenwechsel suchte. Dort stand Sebastian Horner richtig zum Ball, roch die Situation. Seine technisch sehenswerte Direktabnahme parierte jedoch Vincent Collard im SV 08- Tor mit einer Klasseparade (17.). Und auch der nächste kleine Fehler Baalberges führte aus dem Umschaltspiel heraus umgehend zur dicken Chance der Rot-Weißen. Tim Gadkowsky knapp am langen Eck vorbei (25.). Auch eine Alsleber Stärke - wenn es so nicht gleich klappt, dann eben über Handlungsschnelligkeit im Abstauber. Horner im Gewühl mit der Ablage, Kluge spitzelte den Ball zum 0:1 irgendwie ins Tor (28.). Kluge hatte vor einer Woche in Zörbig seine kleine Durststrecke (6 Spiele ohne Treffer) überwunden, und traf nun auch in Baalberge. Kurz darauf zeigte Alsleben dem Gastgeber einmal mehr die Unterschiede auf. Denn während Baalberge nach Fehlern in der Alsleber Deckung 2mal über Dienel durchkam, der einmal knapp am Fuß von Tobias Krzmarik im Rot-Weiß-Gehäuse scheiterte (32.) und einmal nach seiner Ablage niemanden fand, der abstauben konnte (35.), zeigte Alsleben, wie so etwas geht. Baalberge schaffte es 3mal nicht, einen eigentlich ungefährlichen Ball zu klären, bis Horner dran war und Labbert bediente, der zum 0:2 traf (36.). Allerdings ging der Aktion von Horner ein Foul an Schütze voraus. So ging es in die Pause. Mit einem Zwischenstand, der für Baalberge angesichts der Tatsache, dass die Mannschaft in dieser Spielzeit bisher den schwächsten Angriff der Staffel stellt und in 15 von 18 Partien nie mehr als 1 Tor schießen konnte, natürlich umso schwerwiegender wirkte.

Beim Gastgeber blieb Tom Hamann krankheitsbedingt in der Kabine, Nils Wendel kam aufs Feld, was wiederrum taktische Umstellungen zur Folge hatte. Wie schon in der ersten Halbzeit konnte Baalberge noch einmal 10 Minuten die Gefahr vom Tor fern halten, dann führten Konzentrationsschwächen zum Foul und zum Elfmeter. Doch Collard parierte den Strafstoß von Horner (55.). Danach ging es Schlag auf Schlag. Und wieder zeigte Alsleben den Unterschied. Während Baalberge nach durchaus gut gespielter Aktion durch Schütze, der aus 15 Metern freistehend über das Tor schoss (57.), scheiterte, setzte Alsleben den schnell gespielten Konter. Horner auf Naumann, der den Ball direkt nahm und in die lange Ecke jagte, zum 0:3 (58.). Ein Traumtor. Und nur eine Minute später zeigte Naumann erneut seine Qualitäten als eiskalter Vollstrecker, setzte den Kopfball zum 0:4 (59.) in die Maschen. In der letzten halben Stunde versuchte Baalberge das Ergebnis wenigstens in diesen Grenzen zu halten, Alsleben tat nur noch das Nötigste. 

SV 08 Baalberge: Collard - Hamann (46. Wendel), Pankrath, Olejnik, Knapp, Schütze, Schröder (62. Pelka), Barth, Peitsch (71. Sonntag), Grolik, Dienel

FSV Rot-Weiß Alsleben: Krzmarek, Pilz, Beran, E. Gadkowsky, Labbert (44. Naumann), T. Gadkowsky, Rockmann, Lange (84. Lichtenfeld), Reitmann, Kluge (82. Köhler), Horner

Tore: 0:1 Kluge (28.), 0:2 Labbert (36.), 0:3, 0:4 Naumann (58., 59.)

Schiedsrichter: Krenz (Halle) Assistenten: Quaaßdorff, Ermisch  Zuschauer: 167

 

Samstag 13.04.2019

Die Spiele der C- und E- Junioren fielen aus. Unsere D- Jugend gewann nach dem 10:1 gegen Biere/ Förderstedt auch das zweite Spiel der Play-Off-Runde klar, diesmal mit 5:1 beim Tabellenführer Rotation Aschersleben (Mädchen-Kreisauswahl).

 

Auch unsere Zweite hatte Spielfrei.

 

Überraschend trennte sich der TSV Rot-Weiß Zerbst vom SV 08 Baalberge am 20. Spieltag der Landesklasse 4 mit einem 1:1-Unentschieden.

Rot-Weiß Co-Trainer David Ritze, der den krankheitsbedingt ausgefallenen Jens Borchers an diesem Tag vertrat, konnte nicht seine beste Elf aufbieten. Mit Pascal Lude (gesperrt), Frank Moller, dem Ex-Bernburger Lucas Weichbrot und Max Schröter (verletzt) fielen vier wichtige Stammspieler aus, ebenso fehlt Paul Meerkatz schon die gesamte Rückrunde. Noch deutlich schlimmer erwischte es jedoch seinen Gegenüber Daniel Henze (wieder einmal). Nach der Schockdiagnose vom Donnerstag, Kreuzbandriß bei Justus Kalberlah, dem der SV 08 alles Gute wünscht, fehlten in Zerbst zudem Abwehrchef Martin Olejnik verletzt, Nils Wendel saß krankheitsbedingt nur auf der Bank, im Mittelfeld fielen David Sonntag und Fabian Buhrau ebenso aus wie beide Stürmer Sascha Dienel (krank) und Patrick Pelka (Gelbsperre). Und auch der seit dem Hinspiel gegen Zerbst schmerzlich vermisste Markus Buhrau fehlt weiterhin verletzt. Trotzdem, die Baalberger Verantwortlichen hatten eine Reaktion auf die Katastrophenauftritte in Görzig und gegen Askania II gefordert und genau die lieferte das Team in Zerbst.

Zunächst legte aber der Gastgeber ein furioses Tempo vor. Vom Anstoß weg der schnelle Angriff, die rechte Baalberger Abwehrseite noch ungeordnet und unkonzentriert, unterlief zweimal den Ball, Carsten Kosel war durch, der Flankenwechsel, Thomas Möhring auf rechts freistehend, verzog nur knapp. Die Kugel rauschte um Zentimeter am langen Eck vorbei. Die erste große Tormöglichkeit für Zerbst nach gerade einmal 42 gespielten Sekunden! Damit misslang allerdings das Vorhaben des Zerbster Co- Trainers, der in der Zeitung gefordert hatte, seine Mannschaft müsse die erste 100%ige Torchance sofort verwerten, um einen ruhigen Nachmittag zu haben. Doch seine Mannschaft machte in den ersten 10 Minuten weiter ordentlich Druck, ging aggressiv drauf. Der SV 08 kam zunächst selten über die Mittellinie. Insbesondere der lautstark antreibende Kosel im halblinken Mittelfeld sowie Winterneuzugang Florian Böning mit Tempoläufen links wie rechts die Fixpunkte im Zerbster Spiel. Und vorne wirkte der quirlige Routinier Marc Schröter stets gefährlich. Vor allem eroberte Zerbst in dieser Phase fast alle zweiten Bälle. Die nächste dicke Möglichkeit bot sich dann Schröter, der aber den Ball nicht optimal traf (7.). Doch die Baalberger Notelf überstand diese erste Drangphase, arbeitete sich nach und nach ins Spiel. Und hatte in der 10. Minute die Riesenchance zum Führungstreffer, als die Zerbster Abwehrkette patzte und Martin Stille wie auch Thomas Schütze völlig frei vor TSV-Keeper Ricardo Werner auftauchten, aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnten. Kurze Zeit später war es wieder Stille, der links zwei Gegenspieler überlief, dann aber frei vor Werner zunächst etwas mit dem Abschluss zögerte und dann die falsche Entscheidung traf (17.). Die zweite Großchance der Gäste. Die dritte nur 5 Minuten danach hatte es noch mehr in sich. Über Schütze und Niklas Barth freigespielt, war Raba durch und wurde gefoult, Schiedsrichter Mario Sämisch zeigte auf den Punkt. Doch Benjamin Pankrath hämmerte den Foulelfmeter gegen die Lattenunterkante (22.). Jetzt wurde es langsam zum Haare raufen für die Gäste. Und bald noch bitterer. Bei einem zweiten Ball schaltete Kosel am schnellsten, steckte durch auf Schröter, der den Ball gekonnt mitnahm und aus extrem abseitsverdächtiger Position zum 1:0 für den TSV Rot-Weiß traf (32.). Wütende Proteste von der Gästebank und auf dem Rasen. Baalberge brauchte ein paar Minuten, um sich von dem Schock zu erholen. In dieser Phase hätte Möhring auf 2:0 stellen können, vergab jedoch die Möglichkeit (35.). Danach aber wieder Baalberge mit starkem Konterfußball. Raba war auf rechts durch, legte den Ball am 20 Meter vor dem Tor herausstürzenden Werner vorbei, verfehlte dann aber aus spitzem Winkel das leere Tor. Unglaubliche Ausgleichschance (42.). Mit einem, aus Baalberger Sicht unglücklichen 1:0- Halbzeitstand ging es in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff war den Rot-Weißen sichtlich anzumerken, dass sie aus der 1. Halbzeit gelernt hatten. Zerbst stand nun etwas tiefer, stellte die halben Räume geschickter zu. Baalberge fehlten jetzt die Kontermöglichkeiten. Und vorne hatten Böning und Moritz Specht die Chancen zum 2:0, vergaben aber die Vorentscheidung. Baalberge wehrte sich gegen die Niederlage. Wieder war es Stille, der sich durchgetankt hatte, den Ball dann an Werner, aber auch haarscharf am langen Eck vorbeilegte (54.). Auch wenn in der zweiten Halbzeit die Chancen für die Gäste weitestgehend ausblieben, dass die Mannschaft nicht kämpfte, konnte ihr keiner vorwerfen. Wobei das zwischendurch in einem Schwall an gelben Karten mündete. Gleich vier davon kassierte Baalberge in nur 7 Minuten.

Aus nicht ganz ersichtlichen Gründen spielte Zerbst in der Schlussviertelstunde wieder riskanter, stand höher. Wahrscheinlich auch weil die Kräfte etwas nachließen. SV 08 – Coach Henze versuchte noch einmal alles, stellte auf 4-3-3 um, brachte Wendel und Frank Hennicke aufs Feld. Das wurde belohnt. Fünf Minuten vor Abpfiff verlor Zerbst über links im Aufbau den Ball, Barth nahm Tempo auf, passte auf den kreuzenden Schütze. Schütze mit gefühlvollem Heber über Werner ins lange Eck zum 1:1 (86.). Ein technisch sehenswerter Treffer.

Zerbst hatte zwar über 90 Minuten die bessere Spielanlage, insgesamt wählte der Gastgeber aber zu oft den schnellen Steilpass, mitunter auch zu viel den hohen Ball. Baalberge zeigte großartigen Kampf- und Teamgeist und verdiente sich den Punkt. Nur so kann es im Abstiegskampf gehen.

TSV Rot-Weiß Zerbst: Werner - Fischer, Fambach, S. Sens, Alarich (46. Schweika), Kosel, Frens, Specht, Böning (83. Möbius), Marc Schröter (58. Syring), Möhring

SV 08 Baalberge: Collard – Hamann (71. Hennicke), Pankrath, Koch, Knapp, Barth, Grolik, T. Schütze, Stille (78. Wendel), Peitsch (46. Schröder), Raba

Tore: 1:0 Marc Schröter (32.), 1:1 Schütze (86.)

Schiedsrichter: Sämisch (Karith) Assistenten: Schmidt, Tietz, Zuschauer: 39

 

Wochenende  06./ 07.04.2019

Die 2. Mannschaft unterlag überraschend beim SV Westdorf mit 0:2.

 

Noch schlimmer erwischte es die 1. Mannschaft. Im Altkreisderby wahrte die Oberligareserve des TV Askania Bernburg nach der Niederlage der Vorwoche im Spitzenspiel gegen Alsleben mit einem 5:0-Auswärtssieg beim SV 08 Baalberge die Titelchancen in der Landesklasse Staffel 4. Askania II, bisher in dieser Saison nicht sonderlich auswärtsstark (vor der Partie gelangen nur 2 Dreier in 7 Spielen), hatte beim ungefährdeten Kantersieg in Baalberge keinerlei Probleme. Der Gastgeber dagegen knüpfte nahtlos an den letzten Auswärts- Auftritt in Görzig an.

Schon die ersten Minuten ließen erahnen, welchen Verlauf die Partie nehmen sollte. Die Bernburger mit extrem dominantem Aufbau, langen Ballbesitzphasen und hoch überlegener Raumaufteilung, legten sich den Gegner zurecht. Und das alles ohne jede Gegenwehr. Es sah dann meist so aus, dass sich Askania II hinten je nach Spielsituation zur Dreierkette formierend, über Martin Salis, der auf links bestenfalls halbherzig angelaufen wurde, den 25 Meter- Querpass auf den anderen Innenverteidiger Rene Fritsche spielte, der wiederrum 30 Meter Platz hatte. Nachfolgend holte Sechser Jan Bauer die Bälle ab, auch er hatte im Umkreis von 20 Metern keinen Gegenspieler. Phasenweise wirkte Askania II selbst erschrocken, wie einfach das alles an diesem Tag war. Und fing Baalberge mal den Fehlpass ab, hatten die Gäste 10 Sekunden später den Ball wieder in ihren Reihen. Nach sauber herausgespielten Zügen kam Askania II schnell zu ersten Großchancen. Vincent Collard im Baalberger Tor entschärfte gegen Chris Linow (3.) und Sascha Podleska (10.). Nach einer Viertelstunde die Spielverlagerung der Gäste über 4 Stationen. Fritsche von rechts auf den im Zentrum ungestörten Marcel Pusch, Pusch weiter nach links auf Wünsch, Wünsch in den Halbraum auf Eddie Kümmel, der zum 0:1 abschloss (15.). Schön gespielt, gegen inexistente Gastgeber. Und so ging es weiter. Auf eine aus Baalberger Sicht unerklärliche Art und Weise verkam die erste Halbzeit zum Trainingsspiel für Askania II. Heraus kamen Torchancen in regelmäßigen Abständen sowie die Tore zum 0:2 durch Pusch (25.) und zum 0:3 durch Kümmel (34.). In der zweiten Halbzeit war der SV 08 etwas besser im Spiel, blieb nach vorn aber hilf- und harmlos. Und kassierte schnell das 0:4 durch Bauer (57.). Weitere dicke Möglichkeiten vergaben Linow (61., 65.) und Bauer (78.), ehe Pusch im Schlussgang mit dem 0:5 (83.) für den Endstand sorgte. Baalberge war am Ende noch gut bedient. So ist die Klasse nicht zu halten.

SV 08 Baalberge: Collard - Hamann, Koch, Olejnik (29. Dienel), Hennicke, Pankrath, Grolik (65. Kalberlah), Sonntag, Barth, Peitsch, Pelka (69. Knapp)

TV Askania Bernburg II: Passon - Fritsche, Salis, Pietzsch, Wünsch, Bauer, Pusch, Westphal (58. Christiansen), Podleska, Linow (67. Grey), Kümmel

Tore: 0:1 Kümmel (15.), 0:2 Pusch (25.), 0:3 Kümmel (34.), 0:4 Bauer (57.), 0:5 Pusch (83.)

Schiedsrichter: Pilz (Magdeburg) Assistenten: Ritzau, Meier,  Zuschauer: 112

Wochenende  23./ 24.03.2019

Die F-Jugend unterlag im Dreierturnier dem SV Schwarz-Gelb Bernburg mit 3:7 und gewann gegen den FSV Rot-Weiß Alsleben 3:0.

 

Unsere E-Junioren unterlagen im Derby auch in dieser Höhe verdient bei der SG Bebitz/ Könnern mit 0:9. Mit Till Stattek (2 Tore, 7 Vorlagen), Konstantin Ulrich (1 Tor, 9 Assists), Jendrik Franz, Bastian Ferchow und Torjäger Wilhelm Philipp (13 Tore) musste Trainer Thomas Börner gleich 5 (!!) Leistungsträger ersetzen. Phasenweise war es dann ein Scheibenschießen auf das Baalberger Tor, wobei Keeper Ben Börner noch schlimmeres mit etlichen Paraden verhinderte. Dennoch könnten die E-Junioren die Play-Offs um Platz 16 bis 18 (statt um Platz 19 bis 21) im Abschlussspiel gegen Drohndorf/ Mehringen noch schaffen. Allgemein spielen die Jungs in ihrem ersten E-Jugend Jahr (komplett jüngerer Jahrgang) eine gute Saison.

 

Die D- Jugend besiegte die Zweitvertretung von Union Schönebeck mit 6:2. Wie schon gegen Lok Aschersleben II begannen die Mohs- Schützlinge lethargisch, unkonzentriert, ungeordnet und hatten in den ersten 15 Minuten Glück, dass die Schönebecker entweder das Tor nicht trafen oder im Baalberger Torwart Pascal Kleinke ihren Meister fanden. Danach aber war Baalberge drin in der Partie und bestimmte das Geschehen deutlich. Zweimal Colin Henze, Julian Knopf und Philip Smandek schossen in 14 Minuten einen 4:0- Halbzeitstand heraus. Dabei bewahrte der stark mitspielende Union - Torhüter Max Neumann seine Farben noch mehrfach gegen Henze, Knopf und Mießler vor einem höheren Rückstand. Doch kurz nach der Halbzeit stellte Henze per Doppelschlag auf 6:0. Erst in der Schlussviertelstunde ließ es Baalberge wieder schleifen, die spielerisch phasenweise besseren Schönebecker nutzten das noch zu 2 Toren und hatten weitere Treffer auf dem Fuß.

 

Das Spiel der C-.Jugend fiel ebenso aus wie das Spiel unserer 2. Mannschaft, weil Calbe und Seeland II am Vorabend wegen Besetzungsproblemen absagten.

 

Am 17. Spieltag der Landesklasse Staffel 4 gewann der VFB Borussia Görzig sein wichtiges Heimspiel gegen den SV 08 Baalberge mit 3:1.

Eine insbesondere in spielerischer Hinsicht erschreckend schwache Landeklasse- Partie bot den 65 Zuschauern über 90 Minuten schwer verdauliche Fußballkost. Dafür lieferte Görzig – im Gegensatz zu Baalberge - in den ersten 45 Minuten alles, was im harten Abstiegskampf benötigt wird. Der Gastgeber warf sich in jeden Zweikampf, nahm jeden Pressschlag an, gewann jedes Kopfballduell, eroberte alle zweiten Bälle. Görzig in einem System, welches in der Landesklasse so nur noch sehr selten zu sehen ist. Der Stopper alter Schule fast 10 Meter hinter der Abwehr, vor ihm verteidigten zwei Viererketten in engen Abständen mit rigoroser Manndeckung. Baalberges Team schlug alle taktischen Vorgaben in den Wind und zeigte einmal mehr, warum die Mannschaft gegen solcherart spielende Gegner nicht zurechtkommt. Die Gäste machten alles falsch, zunächst mit Flachpässen im Aufbau auf hoppligem Rasen, liefen gegen manndeckende Gegenspieler mit Ball, statt den Ball laufen zu lassen, bewegten sich schlecht in die Zwischenräume und versuchten es schließlich mit hilflosen, hohen Schlägen. Das wiederrum war gegen kopfballstarke Gastgeber und ablaufenden Libero noch aussichtloser als alles andere. Im Ergebnis verlor Baalberge spätestens bei der zweiten Station den Ball, den Görzig dann meist nach dem Zufallsprinzip in die Räume schickte. Dort erliefen die quirligen Issa Sagne, A. Ouedraogo oder der bissige Stefan Kuhle. Und fing Baalberge das noch ab, holten die Gastgeber den zweiten Ball. So ergab sich ein unberechenbares Spiel mit hoher Intensität in den Zweikämpfen und jeder Menge Zufallsaktionen. Aber einem Gastgeber, der aufopferungsvoll kämpfte und großen Willen zeigte. Und das zermürbte die Gäste sichtlich. Der SV 08 „agierte“ auf bestürzende Weise körper- und emotionslos, fand keinerlei Mittel, geschweige denn Lösungen auf die Spielweise der Görziger Borussia. Löwe (6.) und Sagne (11.) verfehlten nach Standards nur knapp, Kuhle per Kopfball vergab die dicke Chance (15.). Dann war es wieder ein krasser Bock im Aufbau, obendrein stand Baalberges linke Abwehrseite falsch zum Ball, der emsige David Nadolny setzte sich energisch durch, flankte, Kuhle dankte und traf zum 1:0 (19.). In der Folgezeit zwei weitere Görziger Großchancen durch Sagne (26.) und Nick Kutschera (30.). Der Zwischenstand wirkte sogar noch schmeichelhaft für die Gäste, die erst in der 34. Minute das erste Mal auf das von Peter Kretschmann gehütete Tor schossen. Der Routinier feierte vor einer Woche seinen 50. Geburtstag. Dann aber die erste wirkliche Baalberger Torchance, als Fabian Buhrau und Benjamin Pankrath durchgebrochen waren (35.). Auf der Gegenseite der verunglückte Abschlag, Sagne nutzte das und traf zum hochverdienten 2:0 (39.).

In der Halbzeitpause wackelten die Wände in der Gästekabine. Für Fabian Buhrau und Lukas Raba kamen Patrick Pelka und Sascha Dienel auf den Rasen. Und sofort zeigte Baalberge, dass die Mannschaft doch mehr kann, als sie 45 Minuten vermuten ließ. Mit besserer Raumaufteilung, Bewegung, Positionsspiel, klaren Bällen und Laufwegen schafften die Henze - Schützlinge immer öfter Platz gegen manndeckende Gegner, deren Spielweise natürlich auch Kraft gekostet hatte. Doch Niklas Barth aus 2 Metern über das leere Tor (52.), Thomas Schütze (56.) und Pelka (57.) vergaben die Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Dieser gelang dann Sascha Dienel nach Steilpass Sebastian Knapp (62.). Das Spiel hatte sich mittlerweile fast komplett in die Görziger Hälfte verlagert, Baalberge drückte, konnte aber die Chancen durch Dienel (71.) und Barth (75.) nicht verwerten. Görzig nur noch mit Sagne und dahinter Kuhle an der Mittellinie, wartete auf den einen langen Ball und den Konter. Und bekam die Chance, welche Sagne zunächst nicht nutzen konnte (78.). Dafür aber die Zweite. Sagne zum 3:1 in der 86. Minute. Und das war unter dem Strich auch in dieser Höhe verdient. Baalberge bekam die Quittung für eine schlimme erste Halbzeit.

VFB Borussia Görzig: Kretschmann - Jödicke, Congo, Apel, Löwe (89. Becke), Sagne (90+2. Hanisch), D. Nadolny, Kutschera, Ouedraogo, T. Nadolny, Kuhle (90. Börner)

SV 08 Baalberge: Collard – Hamann, Wendel, Olejnik, Knapp, Schütze, Peitsch (67. Schröder), Raba (46. Pelka), Barth, F. Buhrau (46. Dienel), Pankrath

Tore: 1:0 Kuhle (19.), 2:0 Sagne (39), 2:1 Dienel (62.). 3:1 Sagne (86.)

Schiedsrichter: Hentrich (Sangerhausen) Assistenten: Hoser, Küstner Zuschauer: 65

 

Wochenende 09./ 10.03.2019

Es war kein wirklich erfolgreiches Wochenende für die Mannschaften des SV 08 Baalberge. Bis auf die C-Junioren, die ein Testspiel gegen Motor Halle 2:1 gewannen, konnte kein Team einen Dreier verbuchen. Die E-Jugend unterlag erwartungsgemäß mit 0:5 beim Sptzenreiter Eggersdorf, während unsere D-Junioren gegen Lok Aschersleben II nur 2:2 spielten, und am Ende sogar froh sein mussten, den 0:2- Rückstand noch ausgeglichen zu haben. Zudem traf Aschersleben mehrfach Metall. Der vorletzte Platz ist angesichts der durchaus talentierten Mannschaft einfach nur enttäuschend.

 

In der Landesklasse 4 endete das Duell der beiden letzten Kreismeister des Salzlandkreises, SV Wacker Felgeleben (2018) und SV 08 Baalberge (2017), mit einem 2:2- Unentschieden.

Felgelebens Trainer Daniel Ledderbohm fehlten beide Torhüter Thomas Apel und Paul Voß sowie mit Tom Simon und Jannis Augustin zwei wichtige Spieler. Baalberge ohne 9 - Frank Hennicke, Stefan Kersten, Benjamin Pankrath, Markus Buhrau, Fabian Buhrau, Justus Kalberlah, Florian Schröder, David Sonntag fielen krank oder verletzt aus, Abwehrchef Martin Olejnik fehlte gesperrt (5. GK). Somit nahm die seit der Landesklasse- Rückkehr 2017 nicht enden wollende Verletztenmisere des SV 08 schon am zweiten Rückrundenspieltag wieder Fahrt auf. Rene Fiedler, der die arbeitsbedingt fehlenden Daniel Henze und Karsten Smandek als Cheftrainer vertrat, musste im Vergleich zum Förderstedt – Spiel auf 5 Startelf- Positionen verändern und improvisieren. Wieder einmal. Baalberge schafft es in dieser Saison einfach nicht, 2 bis 4 Spiele nacheinander mit annähernd gleicher Startformation aufzulaufen.

In Schönebeck- Felgeleben entwickelte sich über 90 Minuten ein Spiel mit viel Hektik und Ungenauigkeiten, technischen Fehlern, Abstimmungsproblemen und Standschwierigkeiten auf schwer bespielbarem Geläuf. Beide Teams lieferten echten Abstiegskampf. Selten schön anzusehen, dafür aber mit allen Facetten, die zu einem 6-Punkte-Spiel im Tabellenkeller gehören. Baalberge agierte anders als noch im Hinspiel, welches Wacker Felgeleben 4:0 gewann, mit tiefstehenden Außenverteidigern, eng im Zentrum und weniger auf Ballbesitz aus, um dem gefürchteten Konterfußball des Gastgebers entgegenzuwirken. Das gelang zwar nur teilweise, denn Felgeleben begann verhalten, stets mit 11 Mann hinter dem Ball und möglichst in der eigenen Hälfte. Dennoch kam Baalberge zunächst gut in die Partie, spielte geradlinig nach vorn, überbrückte schnell das Mittelfeld und versuchte den Gastgeber mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Das hätte beinahe sofort zum Erfolg geführt, doch Patrick Pelka (2.) und Justin Grolik (4.) ließen die Möglichkeiten liegen. Es folgten zwei Baalberger Ecken. Zunächst verpasste Thomas Schütze noch freistehend den Kopfball, bei der 2. Ecke nur 40 Sekunden später war er aber mit dem Fuß zur Stelle und nutzte den Zuordnungsfehler der Gastgeber zum 0:1. Verdient, weil der SV 08 bis dahin einen sehr engagierten Auftritt hinlegte. Doch ebenso schnell war das wieder Makulatur. Der erste Angriff des Gastgebers über Linksaußen Florian Schmidt, den Sebastian Knapp und der einrückende Lukas Raba nicht stellen konnten, Nils Wendel rettete zur Ecke. Wie beim 0:1 auf der anderen Seite stimmte die Zuordnung nicht, Chris Müsing nickte zum 1:1 ein. Irgendwie aus dem Nichts zu diesem Zeitpunkt und sehr ärgerlich aus Sicht der Gäste. Fortan drehte die Partie. Baalberge verlor ein wenig die zuvor gute Linie. Viele hohe Bälle auf beiden Seiten prägten jetzt das Bild. Felgeleben wurde aktiver, erzwang den Schlagabtausch und kam so ins Spiel. Müsing (22.), Tim Pflug (29.) und Sebastian Mergel (38.) hätten mit mehr Zielstrebigkeit am Strafraum und bei Distanzschüssen Felgeleben in Führung bringen können. Trotzdem - auch wenn bei Baalberge über weite Strecken spielerisch wenig zusammenlief, das Team blieb konzentriert und ließ wenig zu. Und hatte zwei weitere Riesenchancen durch Pelka (31., 35.). Ungewöhnlich für den sonst eigentlich treffsicheren Stürmer, der dann auch zeitig ausgewechselt werden musste. Der 19-jährige Sascha Dienel kam aufs Feld und machte im weiteren Verlauf seine Sache ordentlich. Felgeleben reagierte zeitgleich, wechselte die Ausrichtung, nahm Lucas Oschmann vom Feld und brachte Andy Drewes. Tobias Kunze spielte jetzt den Ausputzer. Baalberge mit Niklas Barth nach schöner Knapp – Hereingabe haarscharf am rechten Pfosten vorbei (41.), Müsing auf der anderen Seite per Freistoß, verfehlte nur um Zentimeter das Baalberger Tor (43.).

Die zweite Halbzeit sah zunächst zielstrebigere Gäste. Die erste Möglichkeit hatte aber der Gastgeber durch den aufgerückten Rechtsverteidiger Hannes Bröse (52.). Zweimal Dienel (59., 66.) und Leon Peitsch (67.) vergaben die Chancen auf Baalberger Seite. Eine wirklich große Möglichkeit dann in der 80. Minute, als Dienel nach Stafette über Schütze und Raba durch war, aber im Strafraum daran gehindert wurde. Schiedsrichter Steffen Look war die Sicht verdeckt, der Pfiff blieb zur Verärgerung der mitgereisten Baalberger aus. Und erfolgte 8 Minuten später auf der anderen Seite. Baalberge hätte eigentlich dreimal klären und am Ende den Ball zum Abstoß ins Aus lassen können, machte die Sache aber für den Gastgeber immer wieder "scharf", was letztlich zum Elfmeter führte. Müsing verwandelte sicher (88.). Eigentlich unfassbar aus Sicht der Gäste, die die zweite Halbzeit weitestgehend dominiert hatten. Doch dann zeigte Baalberge, was die Mannschaft momentan auszeichnet. Das Team puschte sich, lief noch aggressiver an, warf alles nach vorn. Raba auf Barth, Barth umgehend zum Ausgleich (89.). Dann Grolik mit Willen über rechts, setzte sich durch, profitierte vom Fehler des Felgelebers, passte nach innen. Dort stand Dienel völlig frei vorm Tor, aber ihm sprang der Ball durch Platzfehler unglücklich ans Standbein (90. +1). Schütze nach dem letzten Angriff der Partie, Felgeleben warf sich in den Schuss (90.+3). Baalberge hätte das Spiel sogar noch drehen können.

SV Wacker Felgeleben: Wrubel - Oschmann (37. Drewes), Engelmann (74. Sauer), Schmutzler, Bröse, Kunze, Mergel (65. Kubos), Pflug, König, Müsing, Schmidt

SV 08 Baalberge: Collard – Stille, Wendel, Koch, Knapp, Grolik, Schütze, Peitsch, Raba, Barth, Pelka (36. Dienel)

Tore: 0:1 T. Schütze (5.), 1:1, 2:1 Müsing (8., 88. FS), 2:2 Barth (89.)

Schiedsrichter: Look (Barleben) Assistenten: Dehmel, Bänsch Zuschauer: 65

Wochenende 02./ 03.03.2019

Unsere D-Junioren unterlagen im ersten Punktspiel diesen Jahres dem Tabellenführer Askania/ Einheit Berrnburg II (Reserve der Talenteliga) mit 0:3. Die KOOP bestimmte durchgängig das Spielgeschehen, vergab neben drei Metalltreffern noch einige Chancen. Dennoch konnte unsere D-Jugend weitere Fortschritte nachweisen, wie schon in den letzten beiden Partien des vergangenen Jahres in Alsleben und Staßfurt. Die Jungs hielten das Geschehen recht lange offen und steckten auch nach dem 0:1- Rückstand kurz vor der Pause nicht auf. Hatten nach der Halbzeit sogar zwei Möglichkeiten zum Ausgleich. Erst nach dem dritten Treffer war die Partie endgültig entschieden, wobei das Ergebnis dem Spielverlauf natürlich absolut gerecht wurde.  Leider kamen für Baalberge an diesem Tag die Ausfälle von 4 wichtigen Spielern (Felix Hammermann, Alexander Kraus, Till Stattek, Maximilian Schober) erschwerend hinzu. Somit ist der Sprung in die Zwischenrunde der Dritt- und Viertplatzierten nicht mehr möglich, da Union Schönebeck II punktete.

 

Unsere Zweite erzielte im Testspiel gegen die Spitzenmannschaft der 1. Kreisklasse Grün-Weiß Beesenlaublingen ein achtbares 1:1.

 

Vom 7. bis zum 12. Spieltag "hielt" die erste Mannschaft des SV 08 Baalberge die rote Laterne in der Landesklasse- Staffel 4 fest, war 6 Wochen lang (und damit am längsten aller Teams der Staffel) Letzter. Nur zwei Spieltage weiter steht die Mannschaft von Trainer Daniel Henze plötzlich 3 Ränge über dem Strich. Das zeigt einerseits, wie eng es in dieser Staffel unten zugeht und andererseits, wie wichtig diese drei Heimsiege in Folge am Ende noch sein könnten. Denn davor hatte Baalberge sämtliche Heimauftritte verloren und in 9 Partien lediglich 4 Punkte eingefahren. Nun gelangen in nur 4 Spielen 10 Zähler. Doch zum Ausruhen bleibt keine Zeit. Am kommenden Samstag folgt nun das 6-Punkte-Spiel in Schönebeck- Felgeleben, wo der SV 08 eine schlechte Bilanz und auch die Partie zuhause gegen Wacker bereits mit 0:4 verloren hat.

Beim 2:0 zum Rückrundenstart gegen den SV Förderstedt sahen 73 Zuschauer ein spielerisch zerfahrenes, dafür aber intensiv geführtes Landesklasse- Match. Es ging körperlich ordentlich zur Sache, wobei das Tempo durchaus hoch war. Doch fehlende Ballsicherheit und Hektik, die auf beiden Seiten von den Spielern, sehr viel aber auch von außen hereingetragen wurde, zerstörten den ein oder anderen spielerischen Ansatz. Förderstedt, ohne Devis Drici, Hogir Isa (beide gesperrt) und Andy Treitl, vor allem aber ohne Torwart (sowohl Marco Janich, als auch Neuzugang Norman Reinhold standen nicht zur Verfügung) angetreten, war zunächst auf Sicherheit bedacht. Aufgrund der Ausfälle von Nils Wendel, David Sonntag, Markus Buhrau und Florian Schröder agierte Baalberge im 4-1-4-1 und mit veränderter taktischer Ausrichtung. Der SV 08 hatte in der 1. Halbzeit mehr Anteile, insgesamt unterliefen aber zu viele Fehler und Missverständnisse im Aufbau, wodurch ein Spielfluß selten zustande kam. Läuferisch und kämpferisch hingegen konnte dem Gastgeber an diesem Tag niemand etwas vorwerfen. Und letztendlich kommt es genau darauf im Abstiegskampf an. Baalberge arbeitete sich trotz einiger Nickeligkeiten in die Partie, gewann Pressschläge, Zweikämpfe und dadurch Räume, lief gezielt an, setzte die Gästeabwehr unter Druck und erzwang wie schon gegen Atzendorf die Fehler. Den ersten konnte Fabian Buhrau nicht nutzen (17.). Acht Minuten später klingelte es. In der vorderen Pressing- Linie störte Benjamin Pankrath die Förderstedter im Aufbau konsequent, nachfolgend erlief Lukas Raba den Fehlpass von Christian Lattorf, setzte sich energisch durch und netzte zum umjubelten 1:0 ein (25.). Das traf die Gäste, die in den Folgeminuten immer mehr ihre Ordnung verloren. Und etwas Glück hatten, dass Baalberge zwei ganz dicke Möglichkeiten durch Pankrath (31.) und Buhrau (33.) nicht zur Vorentscheidung nutzen konnte sowie einmal Metall traf (40.).

Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte sahen dann eine Förderstedter Elf, die spielerisch dominierte und die Fäden in der Hand hatte. Mit Spielertrainer Artan Isufi auf offensiverer Position, hinterlaufenden Außenverteidigern, wobei insbesondere Philipp Früchtel links das Spiel sehr breit machte, wurde der SVF von Minute zu Minute druckvoller. Necirvan Isa mit einem über 40 Meter geschlagenen, diagonalen Seitenwechsel auf Früchtel, SV 08 – Keeper Vincent Collard parierte den verdeckten Schuss von Früchtel überragend (59.). Isufi über das Tor (63.) sowie der eingewechselte Ehsan Rasooli (69.) hatten weitere Möglichkeiten zum Ausgleich. Die letzten 20 Minuten gestaltete Baalberge, wenn auch vor allem aus einer Konterstellung heraus, wieder ausgeglichener. Nutzte jedoch dicke Chancen nicht. Der eingewechselte Patrick Pelka spielte vor dem Tor noch quer auf Leon Peitsch, der aber unglücklich stolperte und daher den Ball nicht erreichte (72.). Es folgte ein wirklich stark gespielter Steilangriff der Gastgeber. Justin Grolik in den freien Raum auf Peitsch, der mit dem Steilpass auf Pelka. Pelka direkt mit dem Außenrist über die Abwehr, F. Buhrau lief durch, hob den Ball gekonnt über den herausstürzenden Martin Gutsche im Gästetor, doch Axel Böttger holte den Ball noch vor der Linie ab (74.). In der Schlussviertelstunde versuchte Förderstedt alles, wechselte sogar im Tor. Vincent Apelt hütete fortan das Gehäuse, Gutsche ging in die Sturmspitze. Nächster Aufreger des Spiels, als Früchtel den durchgebrochenen Pelka von den Beinen holte und so mit gelb-rot vom Platz musste (81.). Zwar war die zweite Gelbe des Linksverteidigers absolut verdient, die erste davor wirkte aber in der Auslegung übertrieben. Denn während N. Isa offen gegen Mathias Koch drüber hielt und da ohne Karte davonkam, erhielt Früchtel für ein Allerweltsfoul nur 20 Sekunden später gelb (77.). Was dann 4 Minuten danach direkt Folgen hatte. In der 90. Minute kochten die Emotionen endgültig hoch. Zunächst ein direkt gespielter Konterangriff der Hausherren, der eingewechselte Sascha Dienel erlief zunächst den Pass, verlor aber den Ball wieder gegen Böttger, eroberte ihn nochmals zurück. Und wurde abermals von Böttger clever abgedrängt. Der Unparteiische Maximilian Soppa entschied jedoch auf Notbremse und Freistoß, zeigte Böttger Rot. Nach Rücksprache mit dem Linienrichter nahm Soppa die rote Karte zurück. Eine korrekte Entscheidung. Der ausgewechselte N. Isa konnte sich am Spielfeldrand nicht beruhigen und erhielt nachträglich gelb-rot. Der Freistoß wurde trotzdem ausgeführt. Thomas Schütze jagte das Spielgerät zum 2:0 für Baalberge in die Maschen.

Dass der SV 08 nach der Partie gegen Atzendorf zum zweiten Mal in Folge einen Abnutzungskampf für sich entscheiden konnte, spricht eindeutig für das Team. Weil der Wille, den Abstiegskampf mit allen Facetten anzunehmen, deutlich zu erkennen ist.

SV 08 Baalberge: Collard - Hennicke (46. Hamann), Koch, Olejnik, Stille, Grolik, Schütze, F. Buhrau, Peitsch, Raba (57. Pelka), Pankrath (67. Dienel)

SV Förderstedt: Gutsche - Kerwin, Böttger, Lattorf (57. Rasooli), Früchtel (81. GR), I. Isa, Conrad, N. Isa (67. Paghmani), Fritsch, Isufi, Apelt

Tore: 1:0 Raba (25.), 2:0 T. Schütze (90.)

Schiedsrichter: Soppa (Börde) Assistenten: L. Kocherscheid, A. Kocherscheid  Zuschauer: 73

 

Timeline:

           

 

Der FC Schalke 04 zu Besuch beim SV 08 Baalberge! 

 

 

Am Freitag, dem 07. Dezember 2018 führte Marco Fladrich, Leiter der Schalker Knappen- Fußballschule während des Baalberger Weihnachtsmarktes für Jugendteams eine kleine Vorschau auf das vom 10.07. bis 12.07.2019 stattfinde Jugendcamp des FC Schalke 04 auf dem Sportgelände des SV 08 Baalberge.

Unser Verein ist sehr froh, dass es gelungen ist, den Klub mit einer Jugendarbeit, welche in den letzten 12 Jahren unter anderem Spieler wie Manuel Neuer (FC Bayern München), Leroy Sane (Manchester City), Julian Draxler, Thilo Kehrer (beide Paris St. Germain) oder Mesut Özil (Arsenal London) hervorbrachte, nach Baalberge zu holen.

Februar 2019

Unsere F- Junioren belegten bei einem gut besetzten Turnier in Könnern den starken 3. Platz.

Nach souveränem Gruppensieg führte die Mannschaft von Tino Hedicke und Frank Krella im Halbfinale gegen den SV 09 Staßfurt bereits 1:0, hatte mehrfach das 2:0 auf dem Fuß, musste gegen Ende aber den Doppelschlag und somit die 1:2- Niederlage hinnehmen. Im Spiel um den dritten Platz gelang dann gegen den Post SV Magdeburg ein ungefährdeter 2:0-Erfolg.

 

Auch die D- Junioren wurden beim Turnier in Köthen etwas unglücklich "nur" Dritter. Im ersten Spiel gegen den FC Stahl Aken 2:1 in Führung liegend, wechselte Baalberge den ersten 4er Block komplett, nachfolgend drehte Aken bis 2 Minuten vor Schluss das Spiel in ein 3:2. Als der erste Block 1,5 Minuten vor Ende wieder aufs Parkett kam, traf zunächst Sascha Miesler den Pfosten, dann scheiterte Colin Henze an der herausragenden Parade des Akener Keepers. Die nächsten beiden Spiele gewann Baalberge gegen den Paschlewwer SV und CFC Germania Köthen souverän, so dass es in der vorletzten Partie zum Aufeinandertreffen mit Landesligist VFB Borussia Görzig kam. Die Görziger hatten ihre ersten 3 Spiele inklusive eines 3:1 gegen Aken gewonnen und gingen auch gegen Baalberge früh mit 1:0 in Front. Doch der SV 08 dominierte die Partie und drehte das Spiel im weiteren Verlauf in ein 2:1. Am Ende war es ein hoher Ball, bei dem sich alle Baalberger verschätzten, der Görzig 32 Sekunden vor der Schlusssirene noch das 2:2 bescherte. Das letzte Spiel gewannen die Mohs- Schützlinge mit 5:1 gegen Eintracht Köthen, sicherten somit Platz 3 hinter Aken (2.) und Turniersieger Görzig. Ohne den Görziger Ausgleich kurz vor Ende hätte allerdings der dritte Turniersieg in Folge (zuvor 2mal Aschersleber Turniere) zu Buche gestanden. Colin Henze wurde dennoch zum dritten Mal in Folge als bester Spieler geehrt.

 

 

Nachdem die 1. Mannschaft das erste Testspiel gegen den Dritten der Salzlandliga, den SV Plötzkau, sehr glücklich gewonnen hatte, setzte es diesmal gegen den ungeschlagenen Tabellenführer derselben Spielklasse, den FSV Drohndorf/ Mehringen eine 1:4 – Pleite. Auch weil mit M. Olejnik, F. Hennicke, D. Sonntag, F. Schröder, M. Buhrau, J. Kalberlah, L. Raba und P. Pelka gleich 8 Spieler des Stammkaders fehlten, lief Baalberge in Aschersleben mit einer sehr jungen Mannschaft (Altersdurchschnitt 21,91 Jahre) auf. 7 Spieler der Startelf unter 21 Jahre. Der an diesem Tag im Schnitt 9 Jahre ältere Gastgeber (30,64 Jahre), der den dritten Landesklasseaufstieg der letzten 22 Jahre im Blick hat, spielte über 90 Minuten seine gesamte Routine aus. Drohndorf/ Mehringen – ohne R. Ebers, C. Bochnig und T. Kilian – verzichtete weitestgehend auf Spielgestaltung, versuchte im System alter Schule vor allem sicher zu stehen und über den Kampf in die Partie zu finden. Das gelang über weite Strecken problemlos. Und in Ballbesitz wurde regelmäßig der ebenso wie Marcel Hätsch, Stefan Krüger oder Yves Brüggemann landesligaerfahrene Johannes Kilian gesucht, vornehmlich mit langen und hohen Bällen. Kilian ließ sich geschickt in die Halbräume fallen, wechselte viel die Seiten, war ständig anspielbar und verarbeitete die Bälle clever. So entstanden auch die ersten dicken Chancen des FSV durch Kilian (18.), Brüggemann (19.) und nach einer Einzelaktion durch Thomas Hollas (29.). Baalberge wiederum mangelte es gegen die robuste, abgezockte FSV- Defensive an offensiver Durchschlagskraft und im Aufbau an Präsenz im Zentrum. Das Fehlen der kompletten zentralen Achse – Olejnik, Sonntag/ Buhrau, Raba, Pelka – war nicht zu kompensieren. Und gelang es doch einmal, den Gastgeber schnell zu überspielen, fehlten Peitsch (26.) und Barth (39.) frei vor Stefan Krüger und zweite Halbzeit erneut Barth (55.) frei vor Raik Bachor der Torabschluß. Oder der FSV unterbrach die Aktionen in letzter Instanz rigoros und konsequent, wie Martin Werner gegen den durchgebrochenen Barth (36.) oder Benjamin Fischer gegen Dienel (21.), Barth (49.) und Peitsch (80.), mitunter hart am Rande des Erlaubten. Ausgerechnet als Baalberge Mitte erste Halbzeit einigermaßen drin im Spiel war, führte ein Standard mit Kopfballstafette zum 1:0 durch Kilian (32.) und in der zweiten Spielhälfte war es der eingewechselte Toni Böber, der den Deckel für die Gastgeber draufmachte. Seine Dribbelstärke, kombiniert mit hoher Geschwindigkeit bekam Baalberge nicht in den Griff. So erzielte Böber das 2:0 (57.), bereitete das 3:1 durch Werner (77.) vor. Zum 4:1 in der Nachspielzeit traf Neuzugang Michel Holzberger (90.+3). Nach Aktionen von Böber schossen zudem Holzberger freistehend über das Tor (62.), Hendrik Hoffmann verfehlte knapp das Gehäuse (81.) und Böber selbst scheiterte nach Alleingang an Vinzent Collard (82.). Zwischendurch traf Thomas Schütze per starker Einzelaktion in einer SV 08- Drangphase zum 1:2 (66.). Als Trainer Daniel Henze in der Viererkette wechselte und dazu die Doppelsechs auflöste, wurde Baalberge noch zweimal ausgekontert.
Gerade die letzten beiden Tore zeigten exakt den Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Tag auf. Während die Drohndorfer Hintermannschaft bei steilen Durchbrüchen stets konsequent dazwischen langte oder zur Not auch das taktische Foul zog, ließ der SV 08 Böber vor dem 3:1 laufen und vor dem 4:1 verlor Baalberge erst im DM ohne Not den Ball, danach wurde weder Passgeber, noch Adressat entscheidend gestellt. Im Abnutzungskampf zog Baalberge den Kürzeren, ließ sich komplett den Schneid abkaufen und musste am Ende eine verdiente Niederlage quittieren.
Bemerkenswert ist, dass Drohndorf/ Mehringen in der Salzlandliga nicht nur viele Tore in den letzten 15 Minuten schießt, sondern auch die Spitzenspiele in Groß Rosenburg und in Winningen jeweils in der Schlussphase entscheiden konnte. Das selbe Kunststück gelang nun nacheinander gegen Nienburg und Baalberge in den Testspielen. Dank ihrer hohen Erfahrung im Team, gepaart mit unheimlichem Kampfgeist und Zusammenhalt, lassen sie nie locker und nutzen Konzentrationsschwächen beim Gegner, die vor allem gegen Ende der Spiele auftreten, effizient.
FSV Drohndorf/ Mehringen: Krüger (46. Bachor) - Hätsch, Lüddecke, F. Hartmann, Werner (80. Schwabe), Hoffmann, Fischer, Brüggemann (46. Holzberger), Hoff, Hollas, J. Kilian
SV 08 Baalberge: Collard - Hamann (35. Kersten), Wendel, Stille, Knapp, Schütze, Grolik (68. Koch), F. Buhrau, Peitsch (46. Pankrath), Barth, Dienel
Tore: 1:0 Kilian (32.), 2:0 Böber (57.), 2:1 Schütze (66.), 3:1 Werner (77.), 4:1 Holzberger (90.)
Schiedsrichter: Skorsetz (Biere) Assistenten: Börner, Siebert,  Zuschauer: 60

Januar 2019

Unsere 1. Mannschaft belegte beim Hallenturnier Stanley Cup des TV Askania/ SV Einheit Bernburg nur den vorletzten Platz, gewann nachfolgend jedoch das Turnier des 1. FSV Nienburg.

Das erste Testspiel gegen den ambitionierten Dritten der Salzlandliga, den SV Plötzkau, konnte unsere Mannschaft mit 2:0 gewinnen.

 

Durchwachsen absolvierte unsere C-Jugend nach der Futsal - HKM (nur Platz 5) die weiteren Hallenturniere. In Nachterstedt beim SC Seeland immerhin Fünfter von 12 Mannschaften und beim Turnier in Wettin Vierter von 8 Teams, enttäuschte die Mannschaft beim Genossenschaftscup des SV Einheit Bernburg völlig und belegte den vorletzten Platz. Allerdings wurden 17 Spieler eingesetzt, immer wieder andere Aufstellungen gewählt. Da war ein konstantes Einspielen nicht möglich.

 

Komplett anders verlief es bei der D-Jugend. Beide Turniere in der WEMA Halle in Aschersleben konnten die Jungs von Daniel Mohs gewinnen. Colin Henze wurde zweimal zum besten Spieler geehrte und 1mal bester Torschütze.

Samstag, 08.12.2018

Zum Ende der Hinrunde gelang unserer ersten Mannschaft beim 3:2 gegen die ZLG Atzendorf der zweite Heimsieg in Folge. Durch die 7 Zähler in den letzten drei Spielen gab der SV 08 erstmals seit 6 Wochen die rote Laterne ab, sprang sogar 2 Plätze hoch und ließ somit eine lange Zeit verheerende Hinrunde noch einigermaßen versöhnlich ausklingen. Leicht umgekehrt verläuft der Trend beim Tabellenfünften Atzendorf. In Baalberge setzte es die dritte Niederlage in Folge. Dadurch hat die ZLG bei 10 Punkten Rückstand auf den Ersten die Aufstiegschancen fast schon verspielt.

Die Änderung in der taktischen Ausrichtung des SV 08 zu mehr Kompaktheit im 4-2-3-1 und Scheinpassivität sowie das Umdenken in den Köpfen der Spieler zahlt sich derzeit aus. Denn bis zur Auswärtspartie in Kleinmühlingen hatte sich Baalberge mit dem Anspruch, trotz fehlender Ballsicherheit und zahlreichen Ausfällen Spiele gestalten zu wollen, wochenlang jede Menge Kontertore eingefangen und vor allem die 6-Punkte-Partien gegen Felgeleben (H, 0:4), Görzig (H, 0:3) und  Kleinmühlingen (A, 1:6) klar verloren. Seit dem Heimspiel gegen Aken ist die Herangehensweise anders. Gegen das Spitzenteam aus Atzendorf stand Baalberge in den ersten 45 Minuten sicher, hielt Abstände und Räume und ließ bis auf die dicke Gelegenheit von Vladimir Flegl (39.) keine echte Torchance der Gäste zu. Auf der anderen Seite erspielte sich der SV 08 mit klaren, geradlinigen wie schnellen Gegenzügen 5 Tormöglichkeiten, von denen Patrick Pelka 3 zum Hattrick nutzte. In der 12. Minute war es Youngster Fabian Buhrau, der den offenen Raum erkannte und Florian Schröder freispielte. Schröder mit sauberem Diagonalpass auf Lukas Raba, Raba in die Schnittstelle auf Pelka, Pelka platziert zum 1:0. Dreimal 2 Kontakte, Abschluss, Tor. Das war wirklich stark gespielt. Baalberge kämpfte leidenschaftlich, der erneut starke Justin Grolik mit viel Laufarbeit und feiner Übersicht, die Außenverteidiger Tom Hamann und Martin Stille bissig, die Innenverteidiger Martin Olejnik und Nils Wendel mit gutem Stellungsspiel und klaren Aktionen. Raba wiederum, auf der Position hinter der Spitze, gewann fast alle Kopfbälle, rieb sich in zahlreichen Zweikämpfen auf, presste energisch den Aufbau der Gäste und nervte die Atzendorfer Defensive. So entstand auch das 2:0. Atzendorf fand über rechts keine Anspielstation weil Baalberge mit großem Willen alles zulief, was ging, und verlor gegen F. Buhrau den Ball. Buhrau mit klasse Steilpass, schickte Pelka auf die Reise, der ZLG- Torwart Lukas Fiser keine Chance ließ und auf 2:0 erhöhte (26.). Nachdem Atzendorf wie erwähnt die Chance auf den Anschlusstreffer liegen ließ, schlug Baalberge erneut zu. Und erneut aus einer Situation heraus, aus der Baalberge den Fehler der Gäste regelrecht erzwang. Am Ende bediente Schröder Pelka, der mit herrlichem Lupfer Fiser im Gästetor ausknockte und zum 3:0 traf (43.). Zum aus Baalberger Sicht optimalen Zeitpunkt. Eigentlich. Denn was kurz nach der Pause passierte, ist nur schwer zu erklären. Bei den Gästen kam Routinier Steffen Linsdorf in die Partie, schon früher in den Landesklasse- Jahren von 2008 bis 2012 ein echter Baalberge- Schreck. Und auch diesmal traf Linsdorf umgehend gegen einen seiner Lieblingsgegner. Er nutzte den dicken Bock des SV 08 sofort und staubte zum 1:3 ab (50.). Baalberge verlor danach komplett die Linie. Es folgte ein vollkommen unnötig verursachter Elfmeter, dem obendrein eine fatale Fehlerkette des SV 08 vorausging. Linsdorf zum 2:3 (54.). Auf unglaubliche Weise lief Baalberge innerhalb weniger Minuten Gefahr, die kämpferisch und taktisch starke erste Hälfte zu verspielen. Weitere Möglichkeiten durch Kai Hänsch (58.) und Milan Camsky (59.) konnte Baalberge abwehren bzw. Patrick Hahn war auf dem Posten. Doch der Gastgeber arbeitete sich in die Partie zurück, fand die alte Ordnung wieder. Und jetzt auch große Konterräume, da die ZLG im Gefühl, dass wieder alles möglich war, die Reihen zunehmend öffnete. Wie Baalberge dann aber mit den Konterchancen umging, war wieder einmal haarsträubend. Sowohl Schröder aus Nahdistanz (60.), als auch Pelka (69.) Leon Peitsch (76.) und Thomas Schütze (88.), die allesamt frei auf den Torwart zuliefen, scheiterten an Fiser. Zudem hatte Pelka einmal frei vor Fiser das Auge für den mitgelaufenen F. Buhrau, der dann das leere Tor verfehlte (85.). Auf der anderen Seite drückte Atzendorf besonders in der Schlussviertelstunde mit Wucht auf den Ausgleich. Patrick Hahn parierte gegen Linsdorf (77.) und Camsky (87.). Am Ende war der Sieg des SV 08 über 90 Minuten gesehen nicht unverdient. Auch wenn die ZLG zwischendurch drauf und dran war, ein Spiel zu drehen, welches fußballerisch aufgrund des seit Sommer lädierten Rasens und den aktuellen Witterungsbedingungen sicher kein schönes war, dafür aber sehr intensiv und taktisch interessant geführt wurde.

SV 08 Baalberge: Hahn - Hamann, Wendel, Olejnik, Stille, Koch, Schröder (62. Schütze), Grolik, Raba, F. Buhrau (71. Peitsch), Pelka

ZLG Atzendorf: Fiser - Nöpel (63. Max Gehrke), Maier, Schmidt, Voigtländer, Eisenträger, Horn, Knoll (46. Linsdorf), Flegl, Camsky, Hänsch

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Pelka (12., 26., 43), 3:1, 3:2 Linsdorf (50., 54)

Schiedsrichter: Jeske (Könnern) Assistenten: Stude, Neumann  Zuschauer: 52

 

Samstag, 01.12.2018

In der Landesklasse 4 konnte Schlusslicht SV 08 Baalberge nach dem Sieg gegen Aken auch beim ambitionierten SV Altenweddingen überraschend einen Punkt entführen. Dieser wirkt gemessen an den aktuellen Personalsorgen des SV 08 umso wertvoller. Denn abermals mussten 11 Ausfälle kompensiert werden, darunter beide Außenverteidiger und nahezu das komplette Mittelfeld. Somit war Baalberges Trainer Daniel Henze wieder einmal zu vielen Umstellungen und Experimenten gezwungen. Alleine in den letzten 4 Spielen wechselte die Startelf immer mindestens auf 4 Positionen. Das macht es im Abstiegskampf natürlich nicht einfacher. Ein Einspielen des Teams war über die gesamte Hinrunde praktisch nicht möglich. Diesmal im 4-2-3-1 angetreten, spielte Stürmer Nils Wendel in der Innenverteidigung, OM Thomas Schütze und Innenverteidiger Mathias Koch bildeten die Doppelsechs, Stürmer Lukas Raba agierte auf der Zehnerposition, während Halbstürmer Leon Peitsch im rechten Mittelfeld zum Einsatz kam.

Auf der sehenswerten Anlage im Klemens Fendler Sportforum des SV Altenweddingen entwickelte sich über 90 Minuten eine Landesklassepartie auf äußerst biederem Niveau. Baalberge trat ohne Erwartungshaltung beim Tabellensechsten an und weil fast alle Kreativspieler ausfielen, war die Devise erst einmal Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen und möglichst Fehler zu vermeiden. Damit kam der Gastgeber nicht wirklich zurecht. Altenweddingen hatte zwar stets mehr vom Spiel, fand insgesamt aber selten Lösungen. Nach 10 Minuten ohne nennenswerte Höhepunkte führte eine schlimme Fehlerkette der Gäste und der erste Torschuss der Partie zum frühen 1:0 der Gastgeber. Zunächst ein Querschläger von Baalberges Innenverteidigung, auch den zweiten Ball erreichte nicht der SV 08, sondern Martin Ruffert, der auf Linksaußen Luca Becker sah. Dort wiederrum patzte Baalberges rechte Abwehrseite doppelt, Becker war durch, flankte durch den Fünfmeterraum und am langen Eck traf Sebastian Pesel aus stark abseitsverdächtiger Position zum 1:0 (10.). Eigentlich schwer erklärbar, wie der Spieler dort nicht im Abseits stehen konnte. Im Gegenzug gelang auch den Gästen nach Abwehrfehler des SVA mit ihrem ersten Torschuss der Ausgleich. Nach Freistoß Thomas Schütze war die Altenweddinger Abwehr nicht im Bilde, klärte erst zu kurz und dann den zweiten Ball nicht, Patrick Pelka war der Nutznießer und jagte das Spielgerät aus etwa 18 Metern zum 1:1 in die Maschen (17.). Der Treffer zeigte Wirkung. Altenweddingen hatte das Spiel bis dahin gut unter Kontrolle, ließ kaum etwas zu. Nach dem Ausgleich kam Baalberge jedoch zu mehr Anteilen. Insgesamt fehlte aber auch den Gästen zu oft die spielerische und fußballerische Struktur. Falsche Laufwege, Missverständnisse, mangelnde Ballsicherheit zerstörten den ein oder anderen durchaus guten Ansatz. Mehr war angesichts der Tabellenkonstellation und Besetzungsnöte der Gäste aber auch nicht zu erwarten. Kämpferisch hingegen stimmte wie schon gegen Aken die Einstellung aller SV 08 Akteure.  Baalberge schaffte es etwa 15 Minuten lang, Altenweddingen in deren Hälfte zu beschäftigen, doch in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit übernahm dann wieder der Gastgeber die Regie. In der 29. Minute die Kopfballchance nach Standard durch Kapitän Hannes Petters. Derselbe Spieler hatte 11 Minuten später die Riesenchance, seine Farben in Führung zu bringen, schoss aber über das Tor (40.). Auf der anderen Seite wirkte Baalberge in Kontern gefährlich. Lukas Raba war nach gut vorgetragenem Angriff praktisch frei durch, brachte aber den Ball nicht gut genug unter Kontrolle, so dass Altenweddingens Alexander Nord noch den Fuß dazwischen brachte und klären konnte (36,). Patrick Pelka wiederrum war nach Pass des stark spielenden Justin Grolik ebenfalls durchgebrochen, doch erneut konnte der Gastgeber mit viel Glück und Geschick die Situation klären (44.).

In der zweiten Halbzeit diktierte Altenweddingen das Geschehen recht deutlich, Baalberge versuchte weiterhin, zuallererst die Gefahr vom eigenen Tor fernzuhalten. Das gelang nicht immer, aber meistens. Der SVA wirkte gut organisiert, war in den Offensivzweikämpfen und bei zweiten Bällen im Zentrum insbesondere über Petters und Ruffert präsent. Viel gesucht wurde zudem der technisch versierte und oft anspielbare linke Mittelfeldmann Becker, der geschickt in die Breite zog. Doch spielerisch erwischten die Gastgeber nicht ihren besten Tag, über 90 Minuten gelang ihnen wenig. Torchancen der 1889er gab es kurz nach der Pause durch Becker (51.) und per Standards von Fabian Richter. Da hatte Baalberge ein paar Mal Glück bzw. Torwart Patrick Hahn war auf dem Posten. Der SV 08 kam in der zweiten Hälfte eigentlich nur zu einer Tor- Gelegenheit, eine Viertelstunde vor Abpfiff, als wiederrum nach Standard zunächst Martin Olejnik per Kopfball scheiterte und dann Raba im Nachschuss den auf der Torlinie stehenden Lukas Hering anschoss. Der SVA mühte sich im Schlussspurt sichtlich, doch noch die Entscheidung zu erzwingen, doch Baalberge verteidigte das Unentschieden über die Zeit.

Welches aus Gästesicht gemessen an Spielanteilen und Chancen am Ende zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient war. Weil Baalberges Notelf alles investierte, was im harten Abstiegskampf erforderlich ist. Und das auch schon im Training unter der Woche.

SV Altenweddingen: Hölz - Hering, Richter, Nord, Selent (80. Haas), Magel (90+4. R), Becker, Petters, Köppe, Ruffert (75. Zunker), Pesel

SV 08 Baalberge: Hahn – Hamann (46. Glaser), Wendel, Olejnik, Grolik, Koch, Schütze, Peitsch (38. C. Buhrau), Raba (46. Peitsch), Kalberlah, Pelka

Tore: 1:0 Pesel (10.), 1:1 Pelka (17.).

Schiedsrichter: Görges (Tangerhütte) Assistenten: Hahne, Stefan  Zuschauer: 52

 

10.11.- 17.11.2018

Unsere F-Jugend gewann ein Hallenturnier in Egeln nach ganz starker Turnierleistung vor dem SV Einheit Bernburg, der TSG Calbe, Union Schönebeck, der SG Könnern/ Bebitz und dem SV Eintracht Peißen.

 

Die E-Junioren unterlagen zunächst beim Spitzenreiter SV Einheit Bernburg mit 0:5, gewannen eine Woche später aber überraschend das Derby beim SV Schwarz-Gelb Bernburg mit 8:4. Das Heimspiel hatten die Jungs von Thomas Börner und Ingolf Naunapper noch mit 4:9 verloren. Im bereits dritten Rückrundenspiel zeigten die E-Junioren der SG Baalberge/ Neuborna dann aber, was möglich ist. In der Hintermannschaft verteidigten Nora Wirth, Leni Hedicke und Pascal Wasserberg vor Torwart Ben Börner konzentriert und spielten einfache, saubere Bälle. Im Mittelfeld zogen Jendrik Franz, Konstantin Ulrich, Jim Koch und Ben Skubich ein für E-Jugendverhältnisse ordentliches Spiel auf. Und vorne war der kleine, technisch versierte Wirbelwind Wilhelm Philipp (6 Tore!) von den Roschwitzern nie zu halten. Schwarz- Gelb begann das Spiel energisch, hatte die Fäden in der Hand. Das frühe 1 : 0 durch Rechtsaußen Jace Kock war die logische Folge. Doch Baalberge schlug ebenso überraschend wie eiskalt zurück. Der intelligent spielende Konstantin Ulrich öffnete den Raum, indem er rausdrehte und passte am Ende punktgenau in die Schnittstelle auf Philipp, der mit Geschwindigkeit, enger Ballführung und zwei Haken drei Gegenspieler "ausknockte" und am Ende mit feiner Schusstechnik zum 1:1 traf. Nur 2 Minuten später war es der in der Spielgestaltung neben Ulrich sehr auffällige Jim Koch, der über außen zwei Gegner überlief und Philipp im Rückraum entdeckte. Kochs Pass auf Philipp, Philipp platziert zum 1:2. Und auch der dritte Baalberger Angriff saß. Wieder war es Ulrich, der zwei Gegenspieler auf sich zog und dann auf Koch im Rückraum prallen ließ. Koch aus der Distanz zum 1:3. In nur 3 Minuten hatte Baalberge/ Neuborna aus dem 0:1- Rückstand einen 2-Tore Vorsprung gemacht. Schwarz- Gelb konsterniert, zu diesem Zeitpunkt unter Wert in Rückstand, drückte auf das Baalberger Tor. Doch mehr als das schnelle 2:3 durch Jace Kock gelang nicht. Baalberge konterte gnadenlos. Philipp völlig frei vor S/G- Keeper Niklas Harske, übersah den frei stehenden Jendrik Franz und blieb am Torwart hängen. Koch wiederrum traf nur den Außenpfosten. Dann wieder zwei Konter, der Doppelschlag durch Philipp zum 2:4 und 2:5. So ging es in die Pause. Schwarz-Gelb nach dem Wechsel drückend überlegen, wollte unbedingt den Anschluss. Und wurde erneut ausgekontert. Ulrich und Skubich im Doppelpass, dann der Schnittstellenpass auf Philipp, der zum 2:6 abschloss. Jetzt wurde es langsam bitter für den Gastgeber, der keinesfalls so schlecht war, wie es das Ergebnis zu dem Zeitpunkt aussagte. Das 3:6 durch Jamie Schmidt konterte wiederum Philipp mit seinem 6. Treffer zum 3:7. Leni Hedicke auf den eingewechselten Julius Zausch, Zausch zum 3:8. Unglaublich. "Roschwitz" gelang nur noch die Ergebniskosmetik durch Schmidt zum 4:8.

 

Nach einem durchaus achtbaren 1:4 beim SV 09 Staßfurt (Hinspiel in Baalberge 1:11) enttäuschten unsere D- Junioren dann aber beim Tabellenletzten Wippertal Warmsdorf, kamen über ein 2:2 nicht hinaus.

 

Die C- Jugend konnte am 10.11. ihren Siegeszug fortsetzen, blieb im 8. Spiel in Folge ungeschlagen und gewann das Derby in Peißen bei der SG Peißen/ Alsleben/ Bebitz mit 8:0. In den ersten 20 Minuten war ein so großer Unterschied zwischen dem Vorletzten und Ersten jedoch nicht zu erkennen. Baalberge fand wie schon in den vorangegangenen Partien gegen Seeland und bei Einheit in den Anfangsminuten überhaupt nicht ins Spiel, hatte eine schlechte Ordnung, die Abstände waren zu groß, unsinnige Einzelaktionen und zu wenig konstruktives Zusammenspiel erschwerten vieles. Peißen mit 3 dicken Torchancen durch Niko Bauer, Timo Knöfler und Amon Held, auf Baalberger Seite vergaben Luca Albrecht und Tom Loichen fahrlässig. Zwar traf Robert Knull nach Stellungsfehler der Gastgeber zum 0:1, doch auch das verlieh den Gästen zunächst keine Sicherheit. Die Peißener SG ihrerseits zeigte großartigen Kampfgeist. Doch das 0:2 durch Knull nach Vorarbeit Albrecht in der 18. MInute knackte die Gastgeber bedenklich. Fortan veranstaltete Baalberge fast ein Preisschießen, ließ etliche Tormöglichkeiten liegen, erhöhte trotzdem das Ergebnis innerhalb von einer halben Stunde mit 6 weiteren Treffern auf 0:8. In den letzten 20 Minuten blieb es dabei, beide Mannschaften hatten sich wohl aufs Auslaufen "geeinigt".

 

Unsere Zweite hat das Spieljahr 2018 mit einem 8:0-Kantersieg gegen die SG Preußlitz II/ Cörmigk auf einem respektablen 3. Platz abgeschlossen.

 

Die Erste unterlag im richtungsweisenden 6-Punkte-Spiel in Kleinmühlingen mit 1:6. 12 Ausfälle hatte das Team zu verkraften, hinzu kamen zwei angeschlagene Spieler, die aufgrund der Sorgen trotzdem auflaufen mussten. Und über die dann auch die ersten beiden Tore fielen. Auf unerklärliche Art und Weise "agierte" Baalberge von Beginn an emotions-/ kopf- und führungslos, ohne jedes Miteinander auf dem Rasen wurde das Spiel hergeschenkt. Zeitweise sah die erste Halbzeit wie ein Trainingsspiel der Gastgeber aus. Selbst das 0:4 zur Pause wirkte aus Baalberger Sicht noch geschmeichelt. Schon nach 2 Minuten ließ Baalberge Andreas Kichhoff einfach laufen, ohne Gegenwehr, Kirchhoff vergab die Riesenchance. Vor dem 0:1 in der 6. Minute hatte Baalberge die Situation eigentlich schon 2mal geklärt, am Ende passte der Rechtsverteidiger ohne große Not Maurice Hertel in den Fuß, der sich nicht noch einmal bitten ließ und das Leder in die Maschen jagte. Baalberge fing sich etwas, hatte sogar gegen die trotz allem nie sattelfest wirkende Kleinmühlinger Abwehr zwei Tormöglichkeiten durch Ladislav Kesner (12.) und Justus Kalbrlah (19.). Doch dann folgten die nächsten beiden Knackpunkte der Partie. Zuerst führte Baalberges Innenverteidiger den Ball, fand aber keine Angebote, verlor somit das Spielgerät kurz hinter der Mittellinie gegen Hertel, der frei durch auf und davon marschierte und das 2:0 der Gastgeber besorgte (28.). Dann Kesner mit dem unnötigen, rohen Frustfoul nahe Mittelkreis, wofür er gelb kassierte, und nur 4 Minuten später boxte er den Ball nach Baalberger Ecke mit der Hand ins Tor. Folgerichtig Gelb-Rot. 0:2 in Rückstand und nur noch zu zehnt gerieten die ersatzgeschwächten Gäste anschließend völlig aus den Fugen, lagen zur Halbzeit bereits 0:4 zurück. Die zweite Halbzeit bot dann wenig Höhepunkte, das Spiel war längst gelaufen. Endstand 6:1.

Nach einer Krisensitzung zwei Tage vor dem nächsten Spiel sahen die Zuschauer in Baalberge gegen Aken dann einen komplett anderen Auftritt. Obwohl Trainer Daniel Henze auch diesmal sehr viel improvisieren musste, denn mit Torhüter Patrick Hahn, sowie Mathias Koch, Tom Hamann, Markus Buhrau, Sebastian Knapp, Frank Hennicke, Benjamin Pankrath, Stefan Kersten, Ladislav Kesner und Christian Slotta galt es erneut 10 Ausfälle zu kompensieren. Umgestellt auf 4-2-3-1- System war der SV 08 von der ersten Minute an konzentriert im Spiel. Und anders als in den letzten Wochen agierte Baalberge "scheinpassiv", überließ dem Gegner Spielanteile, statt ständig die Fäden selbst ziehen zu wollen und fand so zur Sicherheit. Schon in der 5. Minute die Riesenchance durch Patrick Pelka, der nach Pass von Florian Schröder frei vor dem heraus eilenden Keeper Ole Danklefsen auftauchte, aber am Torwart scheiterte. Es ging so weiter. Niklas Barth scheiterte am gut mitspielenden Akener Torwart (10.). Dann wieder Pelka, der in den Strafraum kreuzte und von Lars Geffert erst leicht gehalten und dann etwas runter gedrückt wurde. Den Elfmeter verwerte Nils Wendel souverän zum 1:0 (12.). Nur drei Minuten später hätte Baalberge beinahe den Doppelschlag geschafft. Pelka völlig frei vorm Torhüter, legte aber noch uneigennützig quer auf den mitgelaufenen Fabian Buhrau. Buhrau blieb vor dem leeren Tor im Rasen hängen (15.). Unglaubliche Szene. Das hätte sich fast umgehend gerächt, als Cheik Camara auf der anderen Seite aus 4 Metern das Tor verfehlte (18.) und kurz danach auch Rene Rückmann über das Tor schoss (20.). In der Folgezeit aber wieder Baalberge. Erneut F. Buhrau (24.) sowie Pelka (26.) ließen dicke Möglichkeiten ungenutzt. Bis Pelka zum wiederholten Male durchgebrochen war und am Ende von Danklefsen im Strafraum weggemäht wurde. Auch diesmal ließ Wendel keine Zweifel offen und vollendete den Foulelfmeter zum 2:0 (34.). Aken wusste sich oft nur mit Fouls zu helfen, was ihnen schon in der ersten Halbzeit vier gelbe Karten einbrachte sowie zahlreiche Ermahnungen vom Unparteiischen. Mit dessen Spielleitung die Gäste ganz und gar nicht einverstanden waren. Der Trainer wurde vom Schiedsrichter aus der Coaching Zone hinter die Bande verwiesen. Mit 2:0 ging es zunächst in die Kabine. Aus der die Gäste dann aber nicht wieder rauskamen, weil sie jetzt 5 Verletzte hatten, zudem waren alle Reservespieler auf dem Formular nicht einsatzfähig und die Mannschaft somit nicht mehr spielfähig. Das Spiel war nach 45 Minuten beendet.

Wochenende, den 03./ 04.11.2018

Die D- Junioren schlugen sich beim Titelaspiranten FSV Rot-Weiß Alsleben durchaus achtbar, unterlagen 1:4. Auch die E-Jugend verlor an gleicher Stelle, mit 2:4 gegen SG Alsleben/ Plötzkau.

Die C- Junioren spielten auf eigenem Platz "nur" 1:1 gegen die SG Seeland/ Gatersleben. Wie schon bei Einheit verschliefen die Schützlinge von Michael Kühlewind und Alexander Glaser den Start völlig, hatten jede Menge Glück, dass Seeland nicht zeitig und klar in Führung ging. Neben einem Lattentreffer (8.) hatten die Gäste 2 weitere Riesenmöglichkeiten (3., 11.), die sie fahrlässig liegenließen. Auf Seiten des Gastgebers dann Luca Albrecht mit der großen Chance zur Führung, scheiterte am Gäste- Torwart (14.). Im Gegenzug bereits die vierte Möglichkeit durch den überragenden Tom Gorspott, wieder blieb SV 08 - Torwart Niklas Kürschner der Sieger (15.). Dann aber Albrecht, umspielte 3 Gegenspieler und hatte das Auge für Luka Kühlewind. Kühlewind technisch stark zum 1:0 für Baalberge (17.). Doch anders als noch bei Einheit knickte dieses Tor weder den Gegner, noch bekam Baalberge dadurch Sicherheit. Seeland stellte sich als der erwartet schwere Gegner vor, der Beste für Baalberge in dieser Saison. Die Gäste wirkten individuell, physisch und spielerisch stark, konterten über Timo Raters, Manuel Gohl und Gorspott genauso schnell wie zielstrebig und hatten über die gesamte Spielzeit die deutlich klareren Tormöglichkeiten. Dennoch benötigte Seeland gegen Ende eine abgefälschte Bogenlampe von Gorspott zum 1:1- Ausgleich. Baalberge traf zweimal Metall, dürfte angesichts des Verlaufs aber über den Punktgewinn noch froh sein. Der SV 08 zahlte einiges Lehrgeld und musste spätestens an diesem Tag erkennen, dass die Favoritenrolle der Spitzenmannschaft auch eine Bürde sein kann. Damit gilt es künftig besser umzugehen.Und auch daraus zu lernen.

 

Unsere zweite Mannschaft besiegte die SG Belleben und hat den Platz unter den ersten drei vorerst gefestigt.

 

Auch im vierten Heimspiel dieser Landesklasse- Saison konnte unsere Erste nicht punkten, unterlag dem 1. FSV Nienburg 1:3. Baalberge traf im Altkreisderby allerdings auch auf einen sehr starken Gegner. Die Nienburger gehörten in der Saisonvorschau zu einem der Anwärter auf die vordersten 3 bis 4 Plätze, mussten aber in den ersten 5 Spielen mit Benjamin Stahn, Denis Neumeister und Oliver Drachenberg auf drei ganz wichtige Leistungsträger in zentralen Positionen verzichten. Das Ergebnis waren 5 Spiele ohne Sieg (vier Unentschieden, eine Niederlage). Seit alle drei wieder an Bord sind, zieht Nienburg eine Serie, gewann 3mal und spielte gegen Spitzenreiter Alsleben Remis. Zumindest Stahn war aber auch in Baalberge gelb-rot gesperrt. Für den Gastgeber setzte es ein paar Stunden vor Anpfiff die nächste Hiobsbotschaft, als Ladislav Kesner, seit Wochen Dreh- und Angelpunkt der Baalberger Offensive, mit fiebriger Erkältung ausfiel. Somit fehlte neben Markus Buhrau (schwere Verletzung gegen Zerbst) der zweite, zentral enorm wichtige Akteur im System von Trainer Daniel Henze an diesem Tag. Dafür durfte Patrick Pelka nach abgesessener Sperre wieder mitwirken.

Nienburg spulte in den ersten 25 Minuten die gesamte spielerische und individuelle Qualität, welche das Team zweifellos hat, routiniert herunter. Auch ohne Abwehrchef Schmielorz und Stahn wirkte der 1. FSV kompakt, abgezockt im Stellungsspiel. Die Sechser Neumeister und Hechler hatten im Zentrum alles im Griff, ließen sich versetzt zueinander fallen, verschoben schlau, kommunizierten gut, hielten die Abstände. Offensiv kam der ebenso wie Neumeister verbands- und oberligaerfahrene Drachenberg mit zunehmender Spielzeit über alle Positionen und hatte mit Denis Winter einen technisch versierten Pendant. Nienburg legte sich taktisch abgezockt den Gegner zurecht, suchte und fand Lücken und Schwachstellen. Über die rechte Seite des SV 08 - mit 17-jährigen besetzt - fielen schließlich alle drei Tore der Gäste. Bereits nach 10 Minuten verzeichnete der 1. FSV nach Ballgewinnen und schnellem Umschaltspiel zwei Großchancen. Dann kam Drachenberg. Vor dem 1:0 Baalberger Ballverlust in der eigenen Hälfte gegen ihn, öffnete er geschickt das Zentrum, spielte Danny Krebs frei. Krebs steckte auf Winter durch, Winter mit feiner Technik ins lange Eck zum 0:1 (12.). Das ging zwar zu einfach, war aber auch fein gespielt von den Gästen. Schönes Tor. Beim 0:2 zeigte Drachenberg dann seine ganze Klasse. Der diesmal in der Abwehr aufgebotene Marcel Schulze mit einem langen Ball über die linke Seite, diesen erlief Drachenberg, ließ wiederrum die Youngster des SV 08 nicht gut aussehen, umspielte am Ende noch Mathias Koch und Torwart Patrick Hahn zum 0:2 (16.). Ein Doppelschlag, der zu diesem Zeitpunkt die Kräfteverhältnisse auf dem Platz absolut widerspiegelte. Baalberge fand durchs Zentrum gegen den erfahrenen Vierer- Block IV/ DM der Nienburger keine spielerischen Mittel, auch lange Bälle kontrollierten die Gäste meist souverän. Aber nicht immer. Klasse Seitenwechsel von Florian Schröder, gleich zweimal brach der SV 08 über rechts durch, doch sowohl Niklas Barth, als auch Pelka wurden von den Nienburgern gelegt. Grenzwertig, am Rande des Erlaubten. Den Freistoß aus guter Position vergab der Gastgeber schluderig (21.). Nienburg dominierte das Geschehen auf dem Rasen weiterhin, aber Baalberge war nun drin in der Partie. Dann war es FSV-Keeper Tobias Held mit ganz starker Aktion, der das 1:2 verhinderte. Einmal ging es schnell, Schröder und Thomas Schütze spielten mit wenigen Kontakten Barth frei, der in den Rücken der Gästeabwehr kreuzte. Doch Held erahnte die Situation, war weit draußen und gewann so die entscheidenden Sekunden, um gegen Barth zu blocken (29.). Aus ähnlicher Situation heraus war er 9 Minuten später aber machtlos. Nach Schütze- Pass vollendete Pelka zum mittlerweile verdienten 1:2 (38.). Danach Schröder, der sich durch dribbelte, aber an Oliver Schmidt hängenblieb (40.). Doch dann war es wieder Drachenberg, der einen groben Patzer des SV 08 konsequent verwertete. Die Baalberger Youngster verloren rechts ohne Not den Ball gegen Drachenberg, der erneut auf und davon ging und am Ende uneigennützig für Winter auflegte (43.). Das 1:3 in einer Phase, in der zumindest ein Fünkchen Baalberger Hoffnung aufkeimte, noch etwas reißen zu können. Und zu allem Überfluss ganz kurz vor der Pause. In der zweiten Halbzeit wirkte Baalberge zwar bemüht, insgesamt aber fehlte der letzte Wille sich aufzubäumen. Zudem ließen Pelka per Kopfball nach Freistoß- Hereingabe (59.) und erneut Barth frei vor Held (70.) Großchancen liegen. Somit tat Nienburg nur noch das Nötigste, vertraute auf die gute Spielanlage und Raumaufteilung und geriet nie mehr in Gefahr. Und vergab dicke Torchancen durch Drachenberg und Knöfler. Die Gäste vermittelten stets das Gefühl, bei engem Spielstand jederzeit eine Schippe drauflegen zu können, während Baalberge spätestens nach dem 1:3 gefühlt nicht die Mittel hatte, noch irgendwie an der Niederlage kratzen zu können. Am Ende war der Gegner einfach zu stark.

SV 08 Baalberge: Hahn - Hamann, Olejnik, Koch, Knapp, Grolik (72. F. Buhrau), Schütze, Schröder, Barth, Pelka, Peitsch (46. Kalberlah)

1. FSV Nienburg: Held - Hensel, Schulze, O. Schmidt, Engel, Krebs (46. Knöfler), Hechler, Neumeister, Schumann, Drachenberg, Winter

Tore: 0:1 Winter (12.), 0:2 Drachenberg (16.), 1:2 Pelka (38.), 1:3 Winter (43.)

Schiedsrichter: Ilser (Naumburg) Assistenten: Scholze, Schumann  Zuschauer: 72

 

Wochenende, den 27./ 28.10.2018

Update 27.10.2018

Die E- Junioren spielten bei Union Schönebeck 4:4 und lieferten ein tolles Spiel.

Die D- Jugend, ebenfalls bei Union Schönebeck,  unterlag 0:4.

 

Mit einem 5:0- Auswärtserfolg beim SV Einheit Bernburg, gegen die Landesligareserve der KOOP Askania/ Einheit II (vor dem Spiel als Dritter nur 3 Punkte hinter Baalberge), hat sich unsere C-Jugend endgültig zum Spitzenteam im Kreis gemausert.

Doch zu Beginn der Partie lief bei den Gästen erstmal so gut wie gar nichts zusammen. Fahrig, schläfrig und unkonzentriert reagierte Baalberge nur. Askania/ Einheit II war zunächst wesentlich wacher, aktiver, clever in den Zweikämpfen und spielte zielstrebig und geradlinig. Schon in der 6. Minute gingen die Gastgeber über Philip Schwarze außen steil, Baalberge bekam keinen Zugriff, ließ sich einfach überlaufen. Doch gleich zwei Einheit- Stürmer scheiterten an Niklas Kürschner im SV 08 - Tor. Wieder nur 2 Minuten später klatschte der Schuss von