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SV 08 Baalberge auf FuPa

Wochenende 11.05.-12.05.2019

Unsere E-Junioren wie auch die Zweite hatten spielfrei.

Die Bambinis, unsere G-Junioren blieben im Turnier ungeschlagen, die F-Junioren gewannen gegen Askania gewannen im nächsten Turnier 6:2 gegen Askania Bernburg, unterlagen aber dem SV 09 Staßfurt mit 2:6.

 

Die D-Jugend gewann bei der SG Biere/ Förderstedt mit 8:3 und bleibt an der Spitze der Playoff-Runde punktgleich mit Lok Aschersleben.

Unsere C-Jugend lieferte gegen die Reserve von Einheit/ Askania Bernburg ihre schwächste Saisonleistung, siegte aber dennoch mit 1:0 und bleibt bei einem Punkt Rückstand und einem Spiel weniger dem Spitzenreiter SG Neugattersleben/ Staßfurt II auf den Fersen.

 

Drei Spieltage vor Saisonende trennte sich der Drittletzte der Landesklasse Staffel 4, SV 08 Baalberge vom Tabellenfünften, dem TSV Grün-Weiss Kleinmühlingen/ Zens in mit einem 2:2-Unentschieden. Baalberge sicherte damit endgültig den Klassenerhalt. 

Trotz widriger Bedingungen auf schwer bespielbarem Geläuf sahen die wenigen Zuschauer ein gutklassiges Match. Kleinmühlingen zeigte über 90 Minuten, warum die Mannschaft von Trainer Christoph Berlau die zweitbeste Rückrundenelf stellt, in den letzten 13 Spielen nur 2mal unterlag, sich vom drittletzten bis auf den 5. Platz vorschob und insgesamt eine tolle Entwicklung vollzogen hat. Und auch Baalberge ließ über 90 Minuten erkennen, warum die Mannschaft von Trainer Daniel Henze trotz schwieriger Umstände im Saisonverlauf (viele Personalprobleme, Systemumstellungen, Integration Nachwuchsspieler) die Trendwende schaffte und in den vergangenen 12 Partien 17 Punkte sammelte. Auch zeigte die Partie in 5 Phasen, was sich in 90 Minuten so alles im Kopf von zwei Mannschaften abspielen kann.

In Phase 1 hatte Kleinmühlingen den besseren Start, agierte im Aufbau und in der Offensive sehr variabel, situationsbedingt mit Dreieckkombinationen und zwei Kontakten, langen Flügelwechseln oder eben Vertikal-Pässen. Kapitän Andreas Kirchhoff lenkte geschickt die Angriffe, besetzte klug die Zwischenräume oder war vorne die Anspielstation, welche Platz für nachrückende Mitspieler schaffte. Die schnellen Kevin Junge und Maurice Hertel mit viel Zug zum Tor, wobei Hertel vor allem über die Außenbahnen Durchbrüche zur Grundlinie suchte, während Junge öfter den Weg ins Zentrum fand. Baalberge konnte zunächst nur reagieren, verteidigte dafür aber clever, hielt Ordnung und Abstände und ließ abgesehen von der ersten Hertel- Halbchance (1.) nichts zu. Die zeitige, verletzungsbedingte Auswechslung von Tom-Claas Stüber, der im Luftzweikampf mit Lukas Raba eine Kopfwunde mitnahm, brachte Umstellungen im Kleinmühlinger System. Erst auf Dreierkette, später zurück in die alte Ordnung bei verändertem Positionsspiel. Welches dann aber einmal schiefging, als Raba frei durch war, den Ball vorm Gästetor jedoch in die "3. Etage" jagte (11.). Ein Weckruf für den Gastgeber und der Übergang zu Phase 2 – Baalberge kam nun ins Spiel, wurde offensiv mutiger, gewann mehr und mehr zweite Bälle und Zweikämpfe, wobei insbesondere Raba mit seinem enormen Laufpensum und seiner Aggressivität die Kleinmühlinger Hintermannschaft nervte sowie Martin Stille, der über links rustikal antrieb. Plötzlich gelangen auch dem Gastgeber Ballstafetten. Leon Peitsch mit klugen Laufwegen und technisch guten Ballmitnahmen immer auffälliger, hatte die zweite SV 08 – Großchance, doch sein Heber lenkte der Gästekeeper mit den Fingerspitzen noch über das Tor (15.). Doch die dritte Baalberger Chance saß. Niklas Barth mit Tempo, überlief 2 Gegenspieler, passte diagonal auf die andere Seite, wo Thomas Schütze durch war und in die lange Ecke zum 1:0 vollendete (17.). Wenig später hätten Peitsch und Raba auf 2:0 erhöhen können, wenn nicht müssen, vertändelten aber zu zweit frei vor dem Gästetor, unsauber den Ball (23.). Unglaubliche Szene. Mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Innenverteidiger Nils Wendel (30.), der bis dahin im Zusammenspiel mit Martin Olejnik oft gut eröffnete, kam ein wenig Bruch ins Baalberger Spiel, warum auch immer. Was zu Phase 3 führte. Nun hatte Kleinmühlingen wieder Oberwasser, setzte Baalberge in den letzten 10 Minuten bis zur Pause phasenweise per Powerplay unter Druck. Junge zunächst mit der dicken Möglichkeit (37.), dann scheiterte Kirchhoff an Vincent Collard im SV 08 – Tor (39.). Noch einmal Junge mit dem Kopfball auf die Latte (43.).

Das setzte sich nach dem Wechsel fort. Baalberge konnte sich in dieser Phase kaum befreien. Wieder war es Junge, der knapp das Tor verfehlte (47.). Und dann 2 Minuten später doch traf, als er nach mustergültigem Angriff über Außen und Hereingabe zum 1:1 einschob (49.). Auch die folgenden 10 Minuten sahen stürmische Gäste, die Baalberge in der 58. Minute erneut aushebelten. Collard war rausgelaufen und parierte mit leichter Handbewegung kurz vor dem Strafraum den Ball und erhielt dafür die Rote Karte. Mit Benny Boche kam ein Feldspieler der Zweiten ins Tor, Peitsch musste dafür vom Platz. Doch seltsamerweise führte das zu Phase 4 – Kleinmühlingen verlor in Überzahl den Faden, Baalberge bekam wieder Zugriff auf das Spiel und erzwang mit Wucht und Energie das 2:1. Fabian Buhrau, nur 3 Minuten nach Einwechslung bereits mit seiner zweiten intelligenten Aktion, leitete den Treffer ein, als er rechts den Raum fand und sich durchsetzte. Kleinmühlingens Torwart parierte zweimal, war dann aber gegen den Abstauber von Raba machtlos (69.). Kurz darauf die nächste Riesenchance der Gastgeber, wieder Buhrau scheiterte nur knapp (73.). Nach und nach fand Kleinmühlingen etwas ins Spiel zurück, zunächst aber ohne die zwingenden Aktionen. Bis ein unnötig verursachter Elfmeter, den Philipp Ehme souverän verwandelte, zum 2:2 führte und Phase 5 einleitete. Plötzlich die Gäste wieder so drangvoll wie zu Beginn der zweiten Halbzeit, drückten in den letzten 7 Minuten enorm, doch Baalberge brachte mit Glück und Geschick das Unentschieden über die Zeit.

Über die gesamte Spielzeit gesehen sicherlich ein etwas glücklicher Punkt für Baalberge, der aber aufgrund des großen Kampfgeistes der Mannschaft keinesfalls unverdient war.

SV 08 Baalberge: Collard (58. Rot) – Hamann (66. F. Buhrau), Wendel (30. M. Koch), Olejnik, Stille - Grolik, T. Schütze, Barth, Pankrath - Peitsch (59. Boche), Raba

TSV GW Kleinmühlingen/ Zens: Flack - T.-N. Stüber, Ostwald, Berner, T.-C. Stüber (7. P. Ehme) - Brandt, Schmoldt, Schmidt - Hertel, Kirchhoff, Junge (82. N. Süßmilch)

Tore: 1:0 Schütze (17.), 1:1 Junge (49.), 2:1 Raba (69.), 2:2 P. Ehme (84., FS)

Schiedsrichter: Welsch (Aken), Assistenten: Bukvic, Doczekala, Zuschauer: 32

 

Wochenende 04.05.-05.05.2019

Unsere Jüngsten, die G-Jugend gewann ein Fairplay-Turnier in Peißen. Ein Remis, ansonsten gewann das Team von Tino Standke und Michael Becker alle Spiele.

 

Auch unsere F-Junioren (SG mit Neuborna) holten den Pokal beim Fair-Play-Turnier. Der TV- Askania Bernburg wurde mit 6:5 bezwungen, der SV 09 Staßfurt mit 5:4. Die Tore erzielten: Wilhelm Philipp (6), Tom Hedicke (3), Pepe Lehmann (2) (siehe unten)

 

Unsere D-Jugend wiederrum erzielte beim 11:1 in Schönebeck den nächsten Kantersieg in der Play-Off-Runde. Zuvor waren bereits die SG Biere/ Förderstedt mit 10:1 und Rotation Aschersleben (Mädchen-Kreisauswahl) auswärts mit 5:1 bezwungen wurden.

 

Dafür enttäuschten die C-Junioren am Mittwoch, den 01.05. in Egeln bei der SG Egeln/ Schneidlingen/ Cochstedt/ Hecklingen auf der ganzen Linie. Ohne einige Stammspieler wie Noel Ziebeck oder Nicklas Götze angetreten, tat sich der SV 08 gegen zunächst nur 10 Egelner, die sich nach 33 Minuten sogar auf 9 reduzierten, unheimlich schwer. Noch schläfrig, geriet Baalberge nach einem langen Befreungsschlag und Stellungsfehlern bereits in der 3. Minute durch Jonas Hentschel in Rückstand. Die Gäste benötigten einige Zeit, um ihre Ordnung zu finden, kamen dann aber immer druckvoller ins Spiel, hatten ständig den Ball. Lohn der Bemühungen war der Ausgleich durch Logan Cambarreri nach Vorarbeit Robert Knull in der 17. Minute. Nachdem sich beim Gastgeber ein weiterer Akteur verletzte und es für Egeln nur noch zu neunt weiterging, entwickelte sich ab Ende 1. Halbzeit und über die gesamte zweite Hälfte hinweg Einbahnstrassenfußball in Richtung Egelner Tor. Doch zum einen war Baalberge im und am Strafraum selten konsequent und entwickelte viel zu wenig Durchschlagskraft, zum anderen verteidigte Egeln mit 6, teilweise 7 Mann aufopferungsvoll rund um ihren Sechszehner. Dennoch kamen die Gäste zu etlichen Möglichkeiten. 2mal schlugen Egelner Spieler den Ball für ihren schon geschlagenen Torwart noch von der Linie (42., 60.), 3mal parierte Keeper Leon Rechenberg stark (44., 50., 51.), mehrfach überbot sich Baalberge untereinander mit falschen Entscheidungen vor dem Tor. Wenn es zu eng war, aber der Torschuss möglich, wurde trotzdem quer gepasst, wenn der einfache Pass die Situation aufgelöst hätte, verrannten sich Baalberger Spieler in Einzelaktionen. Einige Male stand der SV 08 zudem im Abseits. Das erlösende Tor wollte einfach nicht fallen. Bis die Zeit endgültig abgelaufen war und es beim 1:1 blieb. Am Ende war der Punktgewinn für die Gastgeber, die viel wacher und leidenschaftlicher wirkten, nicht einmal unverdient.

 

 

Unsere zweite Mannschaft, aufgrund der vielen Ausfälle der Ersten arg ersatzgeschwächt, unterlag beim Spitzenreiter Alsleben II erwartungsgemäß mit 0:3.

 

Am 22. Spieltag der Landesklasse 4 gelang dem SV 08 Baalberge mit dem 4:2- Auswärtssieg beim 1.FSV Nienburg die faustdicke Überraschung. Für Nienburg war es die erste Heimniederlage (nicht zuletzt stellt der 1. FSV die bisher einzige Mannschaft, der es gelang, Spitzenreiter Alsleben beim 2:2 zwei Auswärtspunkte abzunehmen). Gleichzeitig gelangen Baalberge zum ersten Mal in dieser Saison 4 Tore in einem Spiel (zuvor in 16 von 19 Spielen bestenfalls 1 Treffer).

Beide Teams hatten mit großen Besetzungssorgen zu kämpfen. Beim 1.FSV fehlten in der Offensive und im zentralen Aufbau wichtige Spieler, während der SV 08 im Defensivbereich und auf den Mittelfeldaußen Stammkräfte ersetzen musste. Am Ende war ausgerechnet Patrick Pelka der Matchwinner, der wie Martin Stille und Sebastian Knapp angeschlagen eigentlich nur für den Notfall bereit stand, dann aber doch von Beginn an zum Einsatz kam.

Angesichts der Heimstärke und der Tabellenposition der Nienburger war die Favoritenrolle klar vergeben. Der SV 08 war sich der Bedeutung der Partie bewusst, denn zeitgleich spielten Aken und Felgeleben im Direktduell, so dass die Möglichkeit bestand, dass beide 3 Spiele vor Schluss auf 4 Punkte heranrückten. Dementsprechend agierte Baalberge. Während Nienburg zunächst über Kurzpass- und Dreieckskombinationen die nötige Sicherheit suchte, hielten die Gäste im letzten Drittel hochkonzentriert Abstände und Räume, kämpften mit hoher Intensität und Laufbereitschaft um jeden Meter des Nienburger Rasens. Und fanden nach vorn ihr Heil in schnörkellosen, geradlinigen Angriffen, öfter auch mit dem ein oder anderen Steilpass oder langen Ball. Der an diesem Tag allerdings eine besondere Qualität hatte. Insbesondere der erneut auf ungewohnter Position als Linksverteidiger aufgebotene Florian Schröder und auch Thomas Schütze bestachen mit feinen, gut getimten Pässen in die Tiefe und in die Schnittstellen. So brachte der SV 08 die Nienburger Defensive schon in der ersten Viertelstunde in große Schwierigkeiten. Pelka (6.) und Schütze (9.) vergaben das 0:1. Nach etwa 15 Minuten hatte sich Nienburg gefangen, wirkte besser geordnet und dominierte spielerisch das Geschehen auf dem Rasen. Doch genau in diese Phase hinein stach dann der Baalberger Konter. Schröder mit Alexander Glaser über links, Glaser in den Raum, Pelka frei durch, traf platziert zum 0:1 (18.). Nienburg hielt den Spielfaden zwar weiter in der Hand, Baalberge zeigte an diesem Tag jedoch ungewohnte Konter- und Abschlussqualitäten. Pelka nach Vorarbeit Schütze und auf Nienburger Seite Tony Adam trafen zum 1:2- Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig am Bild. Niklas Barth mit hohem Tempo auf Pelka, der die Riesenchance noch liegenließ (48.), nur 3 Minuten später nach Pass von Glaser aus abseitsverdächtiger Position dann aber doch zum 1:3 traf (51.). Nienburg nun immer seltener mit konstruktiven Angriffen, auch weil die Ausfälle in der Offensive einfach zu sehr ins Gewicht fielen. Gerade Marcus Hechler, Denis Winter und Oliver Drachenberg, die dem 1. FSV an diesem Tag allesamt fehlten, waren noch im Hinspiel ganz entscheidend am 3:1-Sieg beteiligt. Baalberge blieb weiter wach, nutzte die sich bietenden Räume konsequent. Und hatte einen Pelka mit Vollstrecker- Instinkt, der an seine besten Tage erinnerte. Der ungemein emsige Lukas Raba legte auf, Pelka zum 1:4 in der 65. Minute. Das war dann auch die Vorentscheidung, viel passierte nicht mehr. Abgesehen vom Platzverweis für Pelka, der provoziert wurde, sich zu einer Undiszipliniertheit hinreißen ließ und dafür von Schiedsrichter Daniel Papenhagen die Rote Karte kassierte. In der Nachspielzeit traf Nienburg in Überzahl durch Denis Neumeister per Strafstoß zum 2:4-Endstand.

1.FSV Nienburg: Held - Hensel, Stahn, Maier, Engel, Krebs, Neumeister, Adam, Schumann, Hergeselle (46. Brösel), Knöfler

SV 08 Baalberge: Collard (74. Fiedler) – Knapp, Koch, Olejnik, Schröder, T. Schütze, Glaser (54. Stille), Barth, Peitsch, Raba, Pelka

Tore: 0:1, 0:2 Pelka (18., 32.), 1:2 Adam (35.), 1:3, 1:4 Pelka (51., 65.), 2:4 Neumeister (90.+2, FE)

Schiedsrichter: Papenhagen (Magdeburg), Assistenten: Aderhold, Postrach, Zuschauer: 25

 

Samstag 27.04.2019

Unsere Zweite besiegte den aufgrund einer Verletzung von Mario Hennecke ab der 38. Minute in Unterzahl spielenden SV Rot-Schwarz Edlau mit 8:1. Benny Boche sorgte für die 1:0-Führung (4.), Stephan Bräunlich gelang der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich (1:1, 13.). Doch Karsten Lammert (22.) nach Vorabeit Michael Becker und Alexander Glaser (24.) nach Vorarbeit Andreas Lehmann per Doppelschlag stellten auf 3:1. Davon und von der folgenden Unterzahl über 50 Minuten lang, erholten sich die Gäste (Alterdurchschnitt 34,8) nicht mehr. Noch einmal Boche, 2mal Lehmann und 2mal der eingewechselte Chris Buhrau mit 5 weiteren Toren trafen zum Kantersieg.

 

In der Landesklasse Staffel 4 holte der Drittletzte SV 08 Baalberge beim 1:1 gegen den Tabellendritten Zörbiger FC seinen 6. Rückrundenpunkt.

Baalberge war wiederrum zu einigen Umstellungen gezwungen, weil 11 Spieler ausfielen, darunter beide Torhüter sowie 4 nominelle Stammkräfte. Den Zörbigern auf der anderen Seite fehlten im Defensivbereich mit Patrick Uebe, Pierre Deidok, Nico Stenschke und Paul Nentwig wichtige Spieler, so dass Trainer Christian Helmecke sowohl "Allzweckwaffe" Benjamin Boenecke in die Abwehr zog (Vorwoche noch Stürmer, sonst Mittelfeld), als auch Florian Richter und Maurice Deidok zurück beorderte. Nachdem der ZFC in den vergangenen 3 Wochen bereits den Vorletzten Felgeleben (8:0) und den Letzten Aken (1:0) auswärts bezwungen hatte, wollte die Helmecke- Elf natürlich auch in Baalberge den Dreier einfahren, um die excellente Tabellenposition zu untermauern und möglichst noch auszubauen. Entsprechend offensiv agierte die Mannschaft aus dem Altkreis Bitterfeld. Oliver Kleewein als Stoßstürmer, Philipp Lorenz hängende Spitze, auf den Außen mit Andy Dreßler rechts und Ronny Telle links weitere "gelernte" Stürmer. In Ballbesitz und im Umkehrspiel schaltete Zörbig nahezu in ein 3-3-4. Doch Baalberge, in Abwesenheit von Trainer Daniel Henze, der im Urlaub weilte, von den Co-Trainern Rene Fiedler (auf dem Feld) und Karsten Smandek (auf der Bank) gut eingestellt, fand die richtigen Gegenmittel. Die Ketten hielten die Abstände, verteidigten in Blöcken geschickt zusammen und vermieden im Zentrum die gefürchteten Balleroberungen der Zörbiger, insbesondere bei zweiten Bällen. Links lieferte sich Florian Schröder, diesmal auf ungewohnter AV-Position eingesetzt, mit dem wuchtigen und torgefährlichen Dreßler packende Duelle, rechts stellten Tom Hamann und Benjamin Pankrath den landesligaerfahrenen Telle und den schnellen Jonas Finger immer wieder gut zu. Durchbrüche zur Grundlinie wurden so meist unterbunden. Und nach vorn setzte Baalberge in der ersten Viertelstunde sogar Akzente, mit Thomas Schütze als Ballverteiler, den ungemein lauffreudigen Justin Grolik, Niklas Barth, Lukas Raba und dem bissigen Sascha Dienel. In der 9. Minute rettete Enrico Boenisch für seinen schon geschlagenen Keeper Jonas Dimke per Kopf auf der Torlinie, 5 Minuten später blockte Zörbig mit vereinten Kräften gegen Raba und Barth. Die Gäste mit ordentlicher Spielanlage und mehr Anteilen, aber gegen konzentrierte Baalberger zunächst ohne große Torchancen. Bis der SV 08 nach einem hohen Schlag auf halblinks den Zweikampf verlor (der allerdings grenzwertig vom ZFC geführt wurde) und Lorenz den abprallenden Ball erlief. Und diesmal war Baalberge zum ersten Mal nicht eng dran, Lorenz fasste sich ein Herz und jagte den Ball mit einem Sonntagsschuss aus fast 30 Metern zum 0:1 in die Maschen (21.). Baalberge jetzt konsterniert, denn das hatte sich nicht unbedingt angedeutet. Zörbig kam schnell zu zwei weiteren Gelegenheiten auf 0:2 zu erhöhen (Dreßler 25., Finger 29.), doch mit Glück und Geschick überstand Baalberge diese Phase. Und arbeitete sich ins Spiel zurück. Nachdem Dienel bereits in der 33. Minute durchgebrochen war, aber vom gut mitspielenden Dimke gestellt wurde, konnte er drei Minuten danach nur noch per Foul gestoppt werden. Den Freistoß versenkte Schütze mit Hilfe des Innenpfostens zum umjubelten 1:1 (37.).

In der zweiten Halbzeit wurden die Gäste immer dominanter, drückten zielstrebiger auf das Tor der Gastgeber, mit langen Ballbesitzphasen. Doch Baalberge, insbesondere der nach fast 2 Jahren erstmals wieder das Tor hütende Rene Fiedler und die Innenverteidigung mit Nils Wendel und Martin Olejnik blieb umsichtig und fokussiert, ließ wenig zu. Davor klärte der SV 08 mit nachlassenden Kräften jedoch immer öfter zulasten gefährlicher Freistöße und Ecken, eigentlich eine Zörbiger Spezialität. Doch diesmal blieb der ZFC in dieser Disziplin erstaunlich harmlos. Dennoch hatte Zörbig die zwei dicken Chancen zum 2:1 auf dem Fuß, durch Telle, der am langen Pfosten vorbeischob (69.) und Steffen Schügner (80.). Baalberge nur noch mit zwei "halben", aber keineswegs ungefährlichen Konterchancen durch Dienel (52.) und dem eingewechselten Sebastian Knapp (84.). Nach Rangelei erhielt Stefan Kersten auf der Ersatzbank die rote Karte und bei den Gästen in der 85. Minute M. Deidok nach Notbremse. In einer zwar intensiven, aber ansonsten recht fair geführten Partie. Letztlich verdiente sich Baalberge, ähnlich wie schon in Zerbst, diesen Punkt.

Da der TV Askania Bernburg II mit einer merkwürdigen Rumpfelf (nur 5 Stammspieler, dazu 2 Torhüter als Feldspieler) nach Görzig reiste und 0:3 unterlag (während die Oberligareserve noch in Baalberge 2 Wochen zuvor mit voller Kapelle plus Verstärkung aus der Ersten 5:0 gewann) und die Nienburger ebenfalls mit einer absoluten Notelf in Alsleben 0:7 verloren, kletterte Zörbig sogar auf Platz 2. Baalberge konnte bei noch 5 ausstehenden Spielen einen weiteren Zähler gutmachen und hat nun 7 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Am Ende nutzte das Unentschieden beiden Teams.

SV 08 Baalberge: Fiedler - Hamann, Wendel, Olejnik, Schröder, Grolik, T. Schütze, Barth, Pankrath, Dienel (53. Knapp), Raba

Zörbiger FC: Dimke - Bönisch (61. Böhm), M. Deidok, Boenecke, Richter (84. Goltz), Schügner, Finger, Dreßler, Telle, Lorenz, Kleewein (61. Wegert)

Tore: 0:1 Lorenz (21.), 1:1 Schütze (37.)

Schiedsrichter: Müller (Wimmelburg), Assistenten: Stamm, Lange, Zuschauer: 64

 

Samstag 20.04.2019

Nachdem unsere C- Junioren vor 2 Wochen noch im Spitzenspiel gegen die arg verstärkte SG Neugattersleben/ Staßfurt II unterlag, gewannen sie diesmal das zweite Spitzenspiel beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/ Zens mit 2:0. Nach starker erster Hälfte der Baalberger, die spielerisch dominierten und durch Logan Cambarreri mit 1:0 in Führung gingen, drehte der physisch überlegene Gastgeber in Halbzeit 2 auf. Doch mit Glück und Geschick und dem 0:2 durch Goalgetter Robert Knull nach Ecke Luka Kühlewind brachte Baalberge das Ergebnis über die Runden. Somit behält das Team der Trainer Alexander Glaser und Michael Kühlewind auswärts die weiße Weste, hat auswärts bisher alle Spiele in dieser Saison gewonnen.

 

In der Nachhole- Partie des 16. Spieltages der Landesklasse Staffel 4 wurde der FSV Rot-Weiß Alsleben seiner hohen Favoritenrolle gerecht und siegte beim SV 08 Baalberge mit 4:0.

Seit Jahren lässt Alsleben mit großen Transfers aufhorchen. So schon in der Salzlandliga, als 8 Spieler (davon 6 aus Landesliga und Landesklasse) verpflichtet wurden, was den Rot-Weißen ihren ersten Kreismeistertitel des KFV Salzland einbrachte. Mit 23 Siegen in Serie. Oder vor 2 Jahren Alexander Naumann, der beim VFL Halle 96 und Askania Bernburg Oberliga- und Verbandsligaerfahrung sammeln konnte. Oder eben vor/ in dieser Saison, als 7 Spieler dazukamen, darunter der Kapitän vom Landesligaabsteiger und Ligakonkurrenten TV Askania Bernburg II Max Labbert und der von Landesligavereinen umworbene "Doppeltorschützenkönig" Hendrik Kluge. In der vergangenen Saison "scheiterte" Alsleben noch auf Platz 2, das aber nur, weil Emseloh 3 Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekam. Diesmal hingegen ist der Landesligaaufstieg den Alslebern mit nun 10 Punkten Vorsprung bei noch 6 ausstehenden Spielen praktisch nicht mehr zu nehmen.

Während die Rot-Weißen bis auf den gesperrten Vladislav Schön ihre beste Elf aufbieten konnten, musste SV 08 – Trainer Daniel Henze wieder einmal mit vielen Ausfällen klarkommen und damit verbundenen Umstellungen improvisieren. In der Viererkette drei angeschlagene Spieler, auf den Positionen in Mittelfeld und Sturm situationsbedingt gleich vier Änderungen. Das zieht sich durch die gesamte Saison. So ist es schwer, eine Hierarchie und eine eingespielte Elf zu finden.

Baalberge versuchte zunächst die Räume eng und Alsleben so aus der Gefahrenzone fern zu halten. Das gelang unter hohem kämpferischem und läuferischem Aufwand zwar einigermaßen, aber nach vorne fehlten die Ideen und jegliche Durchschlagskraft. Abgesehen von Sascha Dienel, der immer wieder Laufwege anbot, dann aber meist auf sich alleine gestellt war. Letztlich musste der SV 08 vor den vielen herausragenden Individualisten in der Alsleber Offensive stets auf der Hut sein, so dass das Augenmerk mehr auf der Defensive lag. Dass Baalberge auf diese Weise fast eine halbe Stunde lang kaum Chancen zuließ, spricht für die Henze- Schützlinge. Nur ist es eben so, wie schon der Zerbster Trainer Jens Borchers vor 2 Wochen anerkennen musste und wie es auch der Zörbiger Bericht in digitalen Medien erahnen ließ - Alsleben strotzt einfach vor Selbstvertrauen, spielt die in dieser Liga permanent überlegene Qualität aus, nutzt die Fehler des Gegners gnadenlos und die Klasse vorn macht dann schnell den Unterschied. Baalberge versprang einmal unglücklich im Zentrum der Ball, blitzschnell schaltete Uwe Reitmann, schickte Kluge über links auf die Reise, der unter Tempo geschickt mitnahm, mit zwei Haken die rechte SV 08 – Abwehrseite verlud und sofort den 30m- Flankenwechsel suchte. Dort stand Sebastian Horner richtig zum Ball, roch die Situation. Seine technisch sehenswerte Direktabnahme parierte jedoch Vincent Collard im SV 08- Tor mit einer Klasseparade (17.). Und auch der nächste kleine Fehler Baalberges führte aus dem Umschaltspiel heraus umgehend zur dicken Chance der Rot-Weißen. Tim Gadkowsky knapp am langen Eck vorbei (25.). Auch eine Alsleber Stärke - wenn es so nicht gleich klappt, dann eben über Handlungsschnelligkeit im Abstauber. Horner im Gewühl mit der Ablage, Kluge spitzelte den Ball zum 0:1 irgendwie ins Tor (28.). Kluge hatte vor einer Woche in Zörbig seine kleine Durststrecke (6 Spiele ohne Treffer) überwunden, und traf nun auch in Baalberge. Kurz darauf zeigte Alsleben dem Gastgeber einmal mehr die Unterschiede auf. Denn während Baalberge nach Fehlern in der Alsleber Deckung 2mal über Dienel durchkam, der einmal knapp am Fuß von Tobias Krzmarik im Rot-Weiß-Gehäuse scheiterte (32.) und einmal nach seiner Ablage niemanden fand, der abstauben konnte (35.), zeigte Alsleben, wie so etwas geht. Baalberge schaffte es 3mal nicht, einen eigentlich ungefährlichen Ball zu klären, bis Horner dran war und Labbert bediente, der zum 0:2 traf (36.). Allerdings ging der Aktion von Horner ein Foul an Schütze voraus. So ging es in die Pause. Mit einem Zwischenstand, der für Baalberge angesichts der Tatsache, dass die Mannschaft in dieser Spielzeit bisher den schwächsten Angriff der Staffel stellt und in 15 von 18 Partien nie mehr als 1 Tor schießen konnte, natürlich umso schwerwiegender wirkte.

Beim Gastgeber blieb Tom Hamann krankheitsbedingt in der Kabine, Nils Wendel kam aufs Feld, was wiederrum taktische Umstellungen zur Folge hatte. Wie schon in der ersten Halbzeit konnte Baalberge noch einmal 10 Minuten die Gefahr vom Tor fern halten, dann führten Konzentrationsschwächen zum Foul und zum Elfmeter. Doch Collard parierte den Strafstoß von Horner (55.). Danach ging es Schlag auf Schlag. Und wieder zeigte Alsleben den Unterschied. Während Baalberge nach durchaus gut gespielter Aktion durch Schütze, der aus 15 Metern freistehend über das Tor schoss (57.), scheiterte, setzte Alsleben den schnell gespielten Konter. Horner auf Naumann, der den Ball direkt nahm und in die lange Ecke jagte, zum 0:3 (58.). Ein Traumtor. Und nur eine Minute später zeigte Naumann erneut seine Qualitäten als eiskalter Vollstrecker, setzte den Kopfball zum 0:4 (59.) in die Maschen. In der letzten halben Stunde versuchte Baalberge das Ergebnis wenigstens in diesen Grenzen zu halten, Alsleben tat nur noch das Nötigste. 

SV 08 Baalberge: Collard - Hamann (46. Wendel), Pankrath, Olejnik, Knapp, Schütze, Schröder (62. Pelka), Barth, Peitsch (71. Sonntag), Grolik, Dienel

FSV Rot-Weiß Alsleben: Krzmarek, Pilz, Beran, E. Gadkowsky, Labbert (44. Naumann), T. Gadkowsky, Rockmann, Lange (84. Lichtenfeld), Reitmann, Kluge (82. Köhler), Horner

Tore: 0:1 Kluge (28.), 0:2 Labbert (36.), 0:3, 0:4 Naumann (58., 59.)

Schiedsrichter: Krenz (Halle) Assistenten: Quaaßdorff, Ermisch  Zuschauer: 167

 

Samstag 13.04.2019

Die Spiele der C- und E- Junioren fielen aus. Unsere D- Jugend gewann nach dem 10:1 gegen Biere/ Förderstedt auch das zweite Spiel der Play-Off-Runde klar, diesmal mit 5:1 beim Tabellenführer Rotation Aschersleben (Mädchen-Kreisauswahl).

 

Auch unsere Zweite hatte Spielfrei.

 

Überraschend trennte sich der TSV Rot-Weiß Zerbst vom SV 08 Baalberge am 20. Spieltag der Landesklasse 4 mit einem 1:1-Unentschieden.

Rot-Weiß Co-Trainer David Ritze, der den krankheitsbedingt ausgefallenen Jens Borchers an diesem Tag vertrat, konnte nicht seine beste Elf aufbieten. Mit Pascal Lude (gesperrt), Frank Moller, dem Ex-Bernburger Lucas Weichbrot und Max Schröter (verletzt) fielen vier wichtige Stammspieler aus, ebenso fehlt Paul Meerkatz schon die gesamte Rückrunde. Noch deutlich schlimmer erwischte es jedoch seinen Gegenüber Daniel Henze (wieder einmal). Nach der Schockdiagnose vom Donnerstag, Kreuzbandriß bei Justus Kalberlah, dem der SV 08 alles Gute wünscht, fehlten in Zerbst zudem Abwehrchef Martin Olejnik verletzt, Nils Wendel saß krankheitsbedingt nur auf der Bank, im Mittelfeld fielen David Sonntag und Fabian Buhrau ebenso aus wie beide Stürmer Sascha Dienel (krank) und Patrick Pelka (Gelbsperre). Und auch der seit dem Hinspiel gegen Zerbst schmerzlich vermisste Markus Buhrau fehlt weiterhin verletzt. Trotzdem, die Baalberger Verantwortlichen hatten eine Reaktion auf die Katastrophenauftritte in Görzig und gegen Askania II gefordert und genau die lieferte das Team in Zerbst.

Zunächst legte aber der Gastgeber ein furioses Tempo vor. Vom Anstoß weg der schnelle Angriff, die rechte Baalberger Abwehrseite noch ungeordnet und unkonzentriert, unterlief zweimal den Ball, Carsten Kosel war durch, der Flankenwechsel, Thomas Möhring auf rechts freistehend, verzog nur knapp. Die Kugel rauschte um Zentimeter am langen Eck vorbei. Die erste große Tormöglichkeit für Zerbst nach gerade einmal 42 gespielten Sekunden! Damit misslang allerdings das Vorhaben des Zerbster Co- Trainers, der in der Zeitung gefordert hatte, seine Mannschaft müsse die erste 100%ige Torchance sofort verwerten, um einen ruhigen Nachmittag zu haben. Doch seine Mannschaft machte in den ersten 10 Minuten weiter ordentlich Druck, ging aggressiv drauf. Der SV 08 kam zunächst selten über die Mittellinie. Insbesondere der lautstark antreibende Kosel im halblinken Mittelfeld sowie Winterneuzugang Florian Böning mit Tempoläufen links wie rechts die Fixpunkte im Zerbster Spiel. Und vorne wirkte der quirlige Routinier Marc Schröter stets gefährlich. Vor allem eroberte Zerbst in dieser Phase fast alle zweiten Bälle. Die nächste dicke Möglichkeit bot sich dann Schröter, der aber den Ball nicht optimal traf (7.). Doch die Baalberger Notelf überstand diese erste Drangphase, arbeitete sich nach und nach ins Spiel. Und hatte in der 10. Minute die Riesenchance zum Führungstreffer, als die Zerbster Abwehrkette patzte und Martin Stille wie auch Thomas Schütze völlig frei vor TSV-Keeper Ricardo Werner auftauchten, aber den Ball nicht im Tor unterbringen konnten. Kurze Zeit später war es wieder Stille, der links zwei Gegenspieler überlief, dann aber frei vor Werner zunächst etwas mit dem Abschluss zögerte und dann die falsche Entscheidung traf (17.). Die zweite Großchance der Gäste. Die dritte nur 5 Minuten danach hatte es noch mehr in sich. Über Schütze und Niklas Barth freigespielt, war Raba durch und wurde gefoult, Schiedsrichter Mario Sämisch zeigte auf den Punkt. Doch Benjamin Pankrath hämmerte den Foulelfmeter gegen die Lattenunterkante (22.). Jetzt wurde es langsam zum Haare raufen für die Gäste. Und bald noch bitterer. Bei einem zweiten Ball schaltete Kosel am schnellsten, steckte durch auf Schröter, der den Ball gekonnt mitnahm und aus extrem abseitsverdächtiger Position zum 1:0 für den TSV Rot-Weiß traf (32.). Wütende Proteste von der Gästebank und auf dem Rasen. Baalberge brauchte ein paar Minuten, um sich von dem Schock zu erholen. In dieser Phase hätte Möhring auf 2:0 stellen können, vergab jedoch die Möglichkeit (35.). Danach aber wieder Baalberge mit starkem Konterfußball. Raba war auf rechts durch, legte den Ball am 20 Meter vor dem Tor herausstürzenden Werner vorbei, verfehlte dann aber aus spitzem Winkel das leere Tor. Unglaubliche Ausgleichschance (42.). Mit einem, aus Baalberger Sicht unglücklichen 1:0- Halbzeitstand ging es in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff war den Rot-Weißen sichtlich anzumerken, dass sie aus der 1. Halbzeit gelernt hatten. Zerbst stand nun etwas tiefer, stellte die halben Räume geschickter zu. Baalberge fehlten jetzt die Kontermöglichkeiten. Und vorne hatten Böning und Moritz Specht die Chancen zum 2:0, vergaben aber die Vorentscheidung. Baalberge wehrte sich gegen die Niederlage. Wieder war es Stille, der sich durchgetankt hatte, den Ball dann an Werner, aber auch haarscharf am langen Eck vorbeilegte (54.). Auch wenn in der zweiten Halbzeit die Chancen für die Gäste weitestgehend ausblieben, dass die Mannschaft nicht kämpfte, konnte ihr keiner vorwerfen. Wobei das zwischendurch in einem Schwall an gelben Karten mündete. Gleich vier davon kassierte Baalberge in nur 7 Minuten.

Aus nicht ganz ersichtlichen Gründen spielte Zerbst in der Schlussviertelstunde wieder riskanter, stand höher. Wahrscheinlich auch weil die Kräfte etwas nachließen. SV 08 – Coach Henze versuchte noch einmal alles, stellte auf 4-3-3 um, brachte Wendel und Frank Hennicke aufs Feld. Das wurde belohnt. Fünf Minuten vor Abpfiff verlor Zerbst über links im Aufbau den Ball, Barth nahm Tempo auf, passte auf den kreuzenden Schütze. Schütze mit gefühlvollem Heber über Werner ins lange Eck zum 1:1 (86.). Ein technisch sehenswerter Treffer.

Zerbst hatte zwar über 90 Minuten die bessere Spielanlage, insgesamt wählte der Gastgeber aber zu oft den schnellen Steilpass, mitunter auch zu viel den hohen Ball. Baalberge zeigte großartigen Kampf- und Teamgeist und verdiente sich den Punkt. Nur so kann es im Abstiegskampf gehen.

TSV Rot-Weiß Zerbst: Werner - Fischer, Fambach, S. Sens, Alarich (46. Schweika), Kosel, Frens, Specht, Böning (83. Möbius), Marc Schröter (58. Syring), Möhring

SV 08 Baalberge: Collard – Hamann (71. Hennicke), Pankrath, Koch, Knapp, Barth, Grolik, T. Schütze, Stille (78. Wendel), Peitsch (46. Schröder), Raba

Tore: 1:0 Marc Schröter (32.), 1:1 Schütze (86.)

Schiedsrichter: Sämisch (Karith) Assistenten: Schmidt, Tietz, Zuschauer: 39

 

Wochenende  06./ 07.04.2019

Die 2. Mannschaft unterlag überraschend beim SV Westdorf mit 0:2.

 

Noch schlimmer erwischte es die 1. Mannschaft. Im Altkreisderby wahrte die Oberligareserve des TV Askania Bernburg nach der Niederlage der Vorwoche im Spitzenspiel gegen Alsleben mit einem 5:0-Auswärtssieg beim SV 08 Baalberge die Titelchancen in der Landesklasse Staffel 4. Askania II, bisher in dieser Saison nicht sonderlich auswärtsstark (vor der Partie gelangen nur 2 Dreier in 7 Spielen), hatte beim ungefährdeten Kantersieg in Baalberge keinerlei Probleme. Der Gastgeber dagegen knüpfte nahtlos an den letzten Auswärts- Auftritt in Görzig an.

Schon die ersten Minuten ließen erahnen, welchen Verlauf die Partie nehmen sollte. Die Bernburger mit extrem dominantem Aufbau, langen Ballbesitzphasen und hoch überlegener Raumaufteilung, legten sich den Gegner zurecht. Und das alles ohne jede Gegenwehr. Es sah dann meist so aus, dass sich Askania II hinten je nach Spielsituation zur Dreierkette formierend, über Martin Salis, der auf links bestenfalls halbherzig angelaufen wurde, den 25 Meter- Querpass auf den anderen Innenverteidiger Rene Fritsche spielte, der wiederrum 30 Meter Platz hatte. Nachfolgend holte Sechser Jan Bauer die Bälle ab, auch er hatte im Umkreis von 20 Metern keinen Gegenspieler. Phasenweise wirkte Askania II selbst erschrocken, wie einfach das alles an diesem Tag war. Und fing Baalberge mal den Fehlpass ab, hatten die Gäste 10 Sekunden später den Ball wieder in ihren Reihen. Nach sauber herausgespielten Zügen kam Askania II schnell zu ersten Großchancen. Vincent Collard im Baalberger Tor entschärfte gegen Chris Linow (3.) und Sascha Podleska (10.). Nach einer Viertelstunde die Spielverlagerung der Gäste über 4 Stationen. Fritsche von rechts auf den im Zentrum ungestörten Marcel Pusch, Pusch weiter nach links auf Wünsch, Wünsch in den Halbraum auf Eddie Kümmel, der zum 0:1 abschloss (15.). Schön gespielt, gegen inexistente Gastgeber. Und so ging es weiter. Auf eine aus Baalberger Sicht unerklärliche Art und Weise verkam die erste Halbzeit zum Trainingsspiel für Askania II. Heraus kamen Torchancen in regelmäßigen Abständen sowie die Tore zum 0:2 durch Pusch (25.) und zum 0:3 durch Kümmel (34.). In der zweiten Halbzeit war der SV 08 etwas besser im Spiel, blieb nach vorn aber hilf- und harmlos. Und kassierte schnell das 0:4 durch Bauer (57.). Weitere dicke Möglichkeiten vergaben Linow (61., 65.) und Bauer (78.), ehe Pusch im Schlussgang mit dem 0:5 (83.) für den Endstand sorgte. Baalberge war am Ende noch gut bedient. So ist die Klasse nicht zu halten.

SV 08 Baalberge: Collard - Hamann, Koch, Olejnik (29. Dienel), Hennicke, Pankrath, Grolik (65. Kalberlah), Sonntag, Barth, Peitsch, Pelka (69. Knapp)

TV Askania Bernburg II: Passon - Fritsche, Salis, Pietzsch, Wünsch, Bauer, Pusch, Westphal (58. Christiansen), Podleska, Linow (67. Grey), Kümmel

Tore: 0:1 Kümmel (15.), 0:2 Pusch (25.), 0:3 Kümmel (34.), 0:4 Bauer (57.), 0:5 Pusch (83.)

Schiedsrichter: Pilz (Magdeburg) Assistenten: Ritzau, Meier,  Zuschauer: 112

Wochenende  23./ 24.03.2019

Die F-Jugend unterlag im Dreierturnier dem SV Schwarz-Gelb Bernburg mit 3:7 und gewann gegen den FSV Rot-Weiß Alsleben 3:0.

 

Unsere E-Junioren unterlagen im Derby auch in dieser Höhe verdient bei der SG Bebitz/ Könnern mit 0:9. Mit Till Stattek (2 Tore, 7 Vorlagen), Konstantin Ulrich (1 Tor, 9 Assists), Jendrik Franz, Bastian Ferchow und Torjäger Wilhelm Philipp (13 Tore) musste Trainer Thomas Börner gleich 5 (!!) Leistungsträger ersetzen. Phasenweise war es dann ein Scheibenschießen auf das Baalberger Tor, wobei Keeper Ben Börner noch schlimmeres mit etlichen Paraden verhinderte. Dennoch könnten die E-Junioren die Play-Offs um Platz 16 bis 18 (statt um Platz 19 bis 21) im Abschlussspiel gegen Drohndorf/ Mehringen noch schaffen. Allgemein spielen die Jungs in ihrem ersten E-Jugend Jahr (komplett jüngerer Jahrgang) eine gute Saison.

 

Die D- Jugend besiegte die Zweitvertretung von Union Schönebeck mit 6:2. Wie schon gegen Lok Aschersleben II begannen die Mohs- Schützlinge lethargisch, unkonzentriert, ungeordnet und hatten in den ersten 15 Minuten Glück, dass die Schönebecker entweder das Tor nicht trafen oder im Baalberger Torwart Pascal Kleinke ihren Meister fanden. Danach aber war Baalberge drin in der Partie und bestimmte das Geschehen deutlich. Zweimal Colin Henze, Julian Knopf und Philip Smandek schossen in 14 Minuten einen 4:0- Halbzeitstand heraus. Dabei bewahrte der stark mitspielende Union - Torhüter Max Neumann seine Farben noch mehrfach gegen Henze, Knopf und Mießler vor einem höheren Rückstand. Doch kurz nach der Halbzeit stellte Henze per Doppelschlag auf 6:0. Erst in der Schlussviertelstunde ließ es Baalberge wieder schleifen, die spielerisch phasenweise besseren Schönebecker nutzten das noch zu 2 Toren und hatten weitere Treffer auf dem Fuß.

 

Das Spiel der C-.Jugend fiel ebenso aus wie das Spiel unserer 2. Mannschaft, weil Calbe und Seeland II am Vorabend wegen Besetzungsproblemen absagten.

 

Am 17. Spieltag der Landesklasse Staffel 4 gewann der VFB Borussia Görzig sein wichtiges Heimspiel gegen den SV 08 Baalberge mit 3:1.

Eine insbesondere in spielerischer Hinsicht erschreckend schwache Landeklasse- Partie bot den 65 Zuschauern über 90 Minuten schwer verdauliche Fußballkost. Dafür lieferte Görzig – im Gegensatz zu Baalberge - in den ersten 45 Minuten alles, was im harten Abstiegskampf benötigt wird. Der Gastgeber warf sich in jeden Zweikampf, nahm jeden Pressschlag an, gewann jedes Kopfballduell, eroberte alle zweiten Bälle. Görzig in einem System, welches in der Landesklasse so nur noch sehr selten zu sehen ist. Der Stopper alter Schule fast 10 Meter hinter der Abwehr, vor ihm verteidigten zwei Viererketten in engen Abständen mit rigoroser Manndeckung. Baalberges Team schlug alle taktischen Vorgaben in den Wind und zeigte einmal mehr, warum die Mannschaft gegen solcherart spielende Gegner nicht zurechtkommt. Die Gäste machten alles falsch, zunächst mit Flachpässen im Aufbau auf hoppligem Rasen, liefen gegen manndeckende Gegenspieler mit Ball, statt den Ball laufen zu lassen, bewegten sich schlecht in die Zwischenräume und versuchten es schließlich mit hilflosen, hohen Schlägen. Das wiederrum war gegen kopfballstarke Gastgeber und ablaufenden Libero noch aussichtloser als alles andere. Im Ergebnis verlor Baalberge spätestens bei der zweiten Station den Ball, den Görzig dann meist nach dem Zufallsprinzip in die Räume schickte. Dort erliefen die quirligen Issa Sagne, A. Ouedraogo oder der bissige Stefan Kuhle. Und fing Baalberge das noch ab, holten die Gastgeber den zweiten Ball. So ergab sich ein unberechenbares Spiel mit hoher Intensität in den Zweikämpfen und jeder Menge Zufallsaktionen. Aber einem Gastgeber, der aufopferungsvoll kämpfte und großen Willen zeigte. Und das zermürbte die Gäste sichtlich. Der SV 08 „agierte“ auf bestürzende Weise körper- und emotionslos, fand keinerlei Mittel, geschweige denn Lösungen auf die Spielweise der Görziger Borussia. Löwe (6.) und Sagne (11.) verfehlten nach Standards nur knapp, Kuhle per Kopfball vergab die dicke Chance (15.). Dann war es wieder ein krasser Bock im Aufbau, obendrein stand Baalberges linke Abwehrseite falsch zum Ball, der emsige David Nadolny setzte sich energisch durch, flankte, Kuhle dankte und traf zum 1:0 (19.). In der Folgezeit zwei weitere Görziger Großchancen durch Sagne (26.) und Nick Kutschera (30.). Der Zwischenstand wirkte sogar noch schmeichelhaft für die Gäste, die erst in der 34. Minute das erste Mal auf das von Peter Kretschmann gehütete Tor schossen. Der Routinier feierte vor einer Woche seinen 50. Geburtstag. Dann aber die erste wirkliche Baalberger Torchance, als Fabian Buhrau und Benjamin Pankrath durchgebrochen waren (35.). Auf der Gegenseite der verunglückte Abschlag, Sagne nutzte das und traf zum hochverdienten 2:0 (39.).

In der Halbzeitpause wackelten die Wände in der Gästekabine. Für Fabian Buhrau und Lukas Raba kamen Patrick Pelka und Sascha Dienel auf den Rasen. Und sofort zeigte Baalberge, dass die Mannschaft doch mehr kann, als sie 45 Minuten vermuten ließ. Mit besserer Raumaufteilung, Bewegung, Positionsspiel, klaren Bällen und Laufwegen schafften die Henze - Schützlinge immer öfter Platz gegen manndeckende Gegner, deren Spielweise natürlich auch Kraft gekostet hatte. Doch Niklas Barth aus 2 Metern über das leere Tor (52.), Thomas Schütze (56.) und Pelka (57.) vergaben die Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Dieser gelang dann Sascha Dienel nach Steilpass Sebastian Knapp (62.). Das Spiel hatte sich mittlerweile fast komplett in die Görziger Hälfte verlagert, Baalberge drückte, konnte aber die Chancen durch Dienel (71.) und Barth (75.) nicht verwerten. Görzig nur noch mit Sagne und dahinter Kuhle an der Mittellinie, wartete auf den einen langen Ball und den Konter. Und bekam die Chance, welche Sagne zunächst nicht nutzen konnte (78.). Dafür aber die Zweite. Sagne zum 3:1 in der 86. Minute. Und das war unter dem Strich auch in dieser Höhe verdient. Baalberge bekam die Quittung für eine schlimme erste Halbzeit.

VFB Borussia Görzig: Kretschmann - Jödicke, Congo, Apel, Löwe (89. Becke), Sagne (90+2. Hanisch), D. Nadolny, Kutschera, Ouedraogo, T. Nadolny, Kuhle (90. Börner)

SV 08 Baalberge: Collard – Hamann, Wendel, Olejnik, Knapp, Schütze, Peitsch (67. Schröder), Raba (46. Pelka), Barth, F. Buhrau (46. Dienel), Pankrath

Tore: 1:0 Kuhle (19.), 2:0 Sagne (39), 2:1 Dienel (62.). 3:1 Sagne (86.)

Schiedsrichter: Hentrich (Sangerhausen) Assistenten: Hoser, Küstner Zuschauer: 65

 

Wochenende 09./ 10.03.2019

Es war kein wirklich erfolgreiches Wochenende für die Mannschaften des SV 08 Baalberge. Bis auf die C-Junioren, die ein Testspiel gegen Motor Halle 2:1 gewannen, konnte kein Team einen Dreier verbuchen. Die E-Jugend unterlag erwartungsgemäß mit 0:5 beim Sptzenreiter Eggersdorf, während unsere D-Junioren gegen Lok Aschersleben II nur 2:2 spielten, und am Ende sogar froh sein mussten, den 0:2- Rückstand noch ausgeglichen zu haben. Zudem traf Aschersleben mehrfach Metall. Der vorletzte Platz ist angesichts der durchaus talentierten Mannschaft einfach nur enttäuschend.

 

In der Landesklasse 4 endete das Duell der beiden letzten Kreismeister des Salzlandkreises, SV Wacker Felgeleben (2018) und SV 08 Baalberge (2017), mit einem 2:2- Unentschieden.

Felgelebens Trainer Daniel Ledderbohm fehlten beide Torhüter Thomas Apel und Paul Voß sowie mit Tom Simon und Jannis Augustin zwei wichtige Spieler. Baalberge ohne 9 - Frank Hennicke, Stefan Kersten, Benjamin Pankrath, Markus Buhrau, Fabian Buhrau, Justus Kalberlah, Florian Schröder, David Sonntag fielen krank oder verletzt aus, Abwehrchef Martin Olejnik fehlte gesperrt (5. GK). Somit nahm die seit der Landesklasse- Rückkehr 2017 nicht enden wollende Verletztenmisere des SV 08 schon am zweiten Rückrundenspieltag wieder Fahrt auf. Rene Fiedler, der die arbeitsbedingt fehlenden Daniel Henze und Karsten Smandek als Cheftrainer vertrat, musste im Vergleich zum Förderstedt – Spiel auf 5 Startelf- Positionen verändern und improvisieren. Wieder einmal. Baalberge schafft es in dieser Saison einfach nicht, 2 bis 4 Spiele nacheinander mit annähernd gleicher Startformation aufzulaufen.

In Schönebeck- Felgeleben entwickelte sich über 90 Minuten ein Spiel mit viel Hektik und Ungenauigkeiten, technischen Fehlern, Abstimmungsproblemen und Standschwierigkeiten auf schwer bespielbarem Geläuf. Beide Teams lieferten echten Abstiegskampf. Selten schön anzusehen, dafür aber mit allen Facetten, die zu einem 6-Punkte-Spiel im Tabellenkeller gehören. Baalberge agierte anders als noch im Hinspiel, welches Wacker Felgeleben 4:0 gewann, mit tiefstehenden Außenverteidigern, eng im Zentrum und weniger auf Ballbesitz aus, um dem gefürchteten Konterfußball des Gastgebers entgegenzuwirken. Das gelang zwar nur teilweise, denn Felgeleben begann verhalten, stets mit 11 Mann hinter dem Ball und möglichst in der eigenen Hälfte. Dennoch kam Baalberge zunächst gut in die Partie, spielte geradlinig nach vorn, überbrückte schnell das Mittelfeld und versuchte den Gastgeber mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Das hätte beinahe sofort zum Erfolg geführt, doch Patrick Pelka (2.) und Justin Grolik (4.) ließen die Möglichkeiten liegen. Es folgten zwei Baalberger Ecken. Zunächst verpasste Thomas Schütze noch freistehend den Kopfball, bei der 2. Ecke nur 40 Sekunden später war er aber mit dem Fuß zur Stelle und nutzte den Zuordnungsfehler der Gastgeber zum 0:1. Verdient, weil der SV 08 bis dahin einen sehr engagierten Auftritt hinlegte. Doch ebenso schnell war das wieder Makulatur. Der erste Angriff des Gastgebers über Linksaußen Florian Schmidt, den Sebastian Knapp und der einrückende Lukas Raba nicht stellen konnten, Nils Wendel rettete zur Ecke. Wie beim 0:1 auf der anderen Seite stimmte die Zuordnung nicht, Chris Müsing nickte zum 1:1 ein. Irgendwie aus dem Nichts zu diesem Zeitpunkt und sehr ärgerlich aus Sicht der Gäste. Fortan drehte die Partie. Baalberge verlor ein wenig die zuvor gute Linie. Viele hohe Bälle auf beiden Seiten prägten jetzt das Bild. Felgeleben wurde aktiver, erzwang den Schlagabtausch und kam so ins Spiel. Müsing (22.), Tim Pflug (29.) und Sebastian Mergel (38.) hätten mit mehr Zielstrebigkeit am Strafraum und bei Distanzschüssen Felgeleben in Führung bringen können. Trotzdem - auch wenn bei Baalberge über weite Strecken spielerisch wenig zusammenlief, das Team blieb konzentriert und ließ wenig zu. Und hatte zwei weitere Riesenchancen durch Pelka (31., 35.). Ungewöhnlich für den sonst eigentlich treffsicheren Stürmer, der dann auch zeitig ausgewechselt werden musste. Der 19-jährige Sascha Dienel kam aufs Feld und machte im weiteren Verlauf seine Sache ordentlich. Felgeleben reagierte zeitgleich, wechselte die Ausrichtung, nahm Lucas Oschmann vom Feld und brachte Andy Drewes. Tobias Kunze spielte jetzt den Ausputzer. Baalberge mit Niklas Barth nach schöner Knapp – Hereingabe haarscharf am rechten Pfosten vorbei (41.), Müsing auf der anderen Seite per Freistoß, verfehlte nur um Zentimeter das Baalberger Tor (43.).

Die zweite Halbzeit sah zunächst zielstrebigere Gäste. Die erste Möglichkeit hatte aber der Gastgeber durch den aufgerückten Rechtsverteidiger Hannes Bröse (52.). Zweimal Dienel (59., 66.) und Leon Peitsch (67.) vergaben die Chancen auf Baalberger Seite. Eine wirklich große Möglichkeit dann in der 80. Minute, als Dienel nach Stafette über Schütze und Raba durch war, aber im Strafraum daran gehindert wurde. Schiedsrichter Steffen Look war die Sicht verdeckt, der Pfiff blieb zur Verärgerung der mitgereisten Baalberger aus. Und erfolgte 8 Minuten später auf der anderen Seite. Baalberge hätte eigentlich dreimal klären und am Ende den Ball zum Abstoß ins Aus lassen können, machte die Sache aber für den Gastgeber immer wieder "scharf", was letztlich zum Elfmeter führte. Müsing verwandelte sicher (88.). Eigentlich unfassbar aus Sicht der Gäste, die die zweite Halbzeit weitestgehend dominiert hatten. Doch dann zeigte Baalberge, was die Mannschaft momentan auszeichnet. Das Team puschte sich, lief noch aggressiver an, warf alles nach vorn. Raba auf Barth, Barth umgehend zum Ausgleich (89.). Dann Grolik mit Willen über rechts, setzte sich durch, profitierte vom Fehler des Felgelebers, passte nach innen. Dort stand Dienel völlig frei vorm Tor, aber ihm sprang der Ball durch Platzfehler unglücklich ans Standbein (90. +1). Schütze nach dem letzten Angriff der Partie, Felgeleben warf sich in den Schuss (90.+3). Baalberge hätte das Spiel sogar noch drehen können.

SV Wacker Felgeleben: Wrubel - Oschmann (37. Drewes), Engelmann (74. Sauer), Schmutzler, Bröse, Kunze, Mergel (65. Kubos), Pflug, König, Müsing, Schmidt

SV 08 Baalberge: Collard – Stille, Wendel, Koch, Knapp, Grolik, Schütze, Peitsch, Raba, Barth, Pelka (36. Dienel)

Tore: 0:1 T. Schütze (5.), 1:1, 2:1 Müsing (8., 88. FS), 2:2 Barth (89.)

Schiedsrichter: Look (Barleben) Assistenten: Dehmel, Bänsch Zuschauer: 65

Wochenende 02./ 03.03.2019